Die führenden US-KI-Entwickler täuschen nach Auffassung des früheren OpenAI-Forschers Daniel Kokotajlo mit ihrer Forderung nach Regulierung für künstliche Intelligenz den Wunsch nach mehr Kontrolle nur vor. Anthropic, OpenAI, X und Google betrieben lediglich "Safety Washing", sagte Kokotajlo dem "Spiegel". Zugleich forderte der heutige Leiter des "AI Futures Project" im kalifornischen Berkeley die KI-Entwicklung von OpenAI oder Anthropic staatlich massiv einzuschränken. "Wir müssen die KI-Entwicklung im Wesentlichen abschalten."
Die US-Unternehmen Anthropic, OpenAI, X und Google plädierten für "ein klein wenig Regulierung, ein paar externe Prüfer. Aber sie haben kaum etwas davon gesagt, die automatische Entwicklung künstlicher Intelligenz zu verlangsamen oder zu beenden", kritisierte Kokotajlo. Er gilt als einer der renommiertesten Fachleute für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz. Seit Jahren warnt der frühere OpenAI-Forscher vor existenziellen Risiken der Technologie.Â
Die Techindustrie plane eine Automatisierung der KI-Forschung, sagte Kokotajlo. Damit "überschreitet die Menschheit einen Horizont. Ab diesem Punkt könnte die KI in vielerlei Hinsicht deutlich übermenschliche Fähigkeiten entwickeln - vielleicht in jeder Hinsicht. Das ist äußerst gefährlich." Wenn eine KI die nächste trainiere, beschleunige sich das Tempo des Fortschritts erheblich. Das bedeute auch, dass es schwieriger werde, den Überblick zu behalten, und es wahrscheinlicher werde, dass Fehler nicht bemerkt würden, betonte der Forscher.
Der Menschheit fehle derzeit "das Verständnis und die Fähigkeit, KI mit dem Skalpell zu regulieren und zwischen dem Guten und dem Schlechten zu unterscheiden". Erst wenn ein sicherer und allgemein vorteilhafter Weg für die Entwicklung einer Superintelligenz gefunden sei, dürfe mit ihrer Entwicklung fortgefahren werden. "Dafür braucht es vollständige Transparenz, eine breitere Machtverteilung - und einen Kill-Switch" - einen Ausschalter.
Technologie
Ex-OpenAI-Forscher: "Wir müssen die KI-Entwicklung im Wesentlichen abschalten"
- AFP - 18. September 2026, 13:57 Uhr
Die US-KI-Entwickler täuschen nach Auffassung des früheren OpenAI-Forschers Daniel Kokotajlo mit ihrer Forderung nach Regulierung für künstliche Intelligenz den Wunsch nach mehr Kontrolle nur vor. Anthropic, OpenAI und Co. betrieben 'Safety Washing'.
Weitere Meldungen
KI-Systeme könnten sich in der Zukunft selbst bauen: Dem KI-Unternehmen Anthropic zufolge wird bei der Entwicklung neuer KI-Modelle zunehmend KI selbst eingesetzt. Der Chatbot
MehrDie unbefugte Nutzung von Millionen von Artikeln der "New York Times" zur Entwicklung der KI-Modelle des US-Unternehmens OpenAI kam laut einer internen Mitteilung eines führenden
MehrIn die Debatte um die Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI) hat sich nun auch der britische König Charles III. eingeschaltet: Die Technologie müsse "im Dienst der Menschheit"
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD-Bundestagsfraktion stellt den Mineralölkonzernen ein Ultimatum für die Einführung eines Spritpreisdeckels zur Entlastung der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Vonovia-Chef Luka Mucic hat sich mit deutlichen Worten gegen die im Berliner Wahlkampf geforderte Enteignung von großen Immobilienkonzernen
MehrDie Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem am
Mehr














