Wirtschaft

Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro

  • AFP - 24. September 2026, 15:31 Uhr
Bild vergrößern: Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro
Schiff auf dem Rhein bei Düsseldorf
Bild: AFP

Die Hitzewellen des vergangenen Sommers kommen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen: Laut einer Allianz-Studie dürfte die Wirtschaftsleistung durch die Hitzewellen um rund 25 Milliarden Euro geschmälert werden.

Die Hitzewellen des vergangenen Sommers kommen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen: Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz und des Kreditversicherers Allianz Trade dürfte die Wirtschaftsleistung durch die Hitzewellen um rund 25 Milliarden Euro geschmälert werden. Grund sind demnach vor allem eine hitzebedingt geringere Arbeitsproduktivität, längere Pausen und Fehlzeiten sowie ein nur teilweiser Zugang zu Kühlung.

"Daraus resultieren Produktionsausfälle sowie eine geringere Wertschöpfung", erklärten Allianz und Allianz Trade am Donnerstag. Dies wiederum führe zu Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), die in der Bundesrepublik nochmals höher ausfallen, als in anderen europäischen Volkswirtschaften - denn laut der Studie gibt es in Deutschland nach Italien mit 28 Milliarden Euro den zweithöchsten absoluten hitzebedingten Wirtschaftsverlust unter 30 untersuchten europäischen Ländern, noch vor Frankreich mit 20 Milliarden Euro. Insgesamt summieren sich die geschätzten Verluste in Europa auf 113 Milliarden Euro.

Gerade auf Hitze sei Deutschland aktuell noch nicht ausreichend vorbereitet, erklärten Allianz und Allianz Trade. Entsprechend seien die Auswirkungen hierzulande ein größerer Wirtschaftsfaktor als in vielen anderen europäischen Ländern.

Der nächste "teure Belastungstest" drohe nun durch das Klimaphänomen El Niño, das zusätzlich zur fortschreitenden Erderwärmung Probleme wie Dürren verschärft. Laut der Studie könnte El Niño 144 untersuchte Volkswirtschaften 2027 insgesamt rund 392 Milliarden Euro kosten und sich auch in Europa durch eine womöglich steigende Lebensmittelinflation auswirken. Fast 60 Prozent der angenommenen Bruttoverluste müssten demnach aber China, die USA und Indien tragen, wie Allianz-Klimaökonom Hazem Krichene erläuterte.

Zugleich wies er darauf hin, dass sich gerade Nord- und Osteuropa im Temperatur-Ranking der vergangenen Jahrzehnte "besonders stark nach oben bewegt“ hätten. "Wirtschaftliche Schäden durch den Klimawandel dürften uns auch in den kommenden Jahren begleiten", erklärte Krichene.

Weitere Meldungen

DGB-Chefin kritisiert geplante Kapitalrente als Täuschung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem großen Protesttag der Gewerkschaften hat die DGB-Chefin Yasmin Fahimi die geplante Kapitalrente scharf kritisiert und vor geringeren

Mehr
Henkel-Chef mahnt Bundesregierung zu Reformen

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Henkel-Chef Carsten Knobel hat die Bundesregierung zu Reformen aufgerufen. "Wir haben jetzt vier, fünf Jahre ohne Wachstum, das müssen wir

Mehr
Kretschmer ruft CDU zu "alltagsnaher Politik" auf

Dresden (dts Nachrichtenagentur) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert, dass seine Partei stärker gegen die steigenden Lebenshaltungskosten vorgeht. "Wir

Mehr

Top Meldungen

Commerzbank: Trumps Exportstopp könnte Diesel massiv verteuern

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Wenn US-Präsident Donald Trump seine Ankündigung wahr macht, den Export von Diesel aus den USA zu stoppen, müssen sich Verbraucher auf weiter

Mehr
Bovenschulte fordert Vermögensteuer ab 100 Millionen Dollar

Bremen (dts Nachrichtenagentur) - Der Bremer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) spricht sich für eine Steuer auf Superreiche aus. Er halte es für richtig, dass den

Mehr
Umfrage: Ratenzahlung bei Onlinekäufen immer beliebter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Ratenzahlungen für größere Onlineeinkäufe werden in Deutschland beliebter. Rund jeder siebte Befragte würde einen Onlinekauf von 1.000 Euro

Mehr