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Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

  • AFP - 27. September 2026, 21:00 Uhr
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Kassem spricht zu Anhängern im Libanon
Bild: AFP

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah im Libanon, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, 'den Widerstand zu brechen', sagte Kassem.

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er. 

An der Gedenkveranstaltung nahe dem Grab Nasrallahs im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut nahmen zehntausende Menschen teil, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Einige von ihnen trugen Fahnen der Hisbollah, des Libanon und Iran oder Bilder Nasrallah mit sich. Aus der Menge heraus erklang der Ruf "Tod Amerika, Tod Israel". Nasrallah war am 27. September 2024 bei einem massiven israelischen Luftangriff auf die südlichen Vororte Beiruts getötet worden.

Im Libanon bekämpfen sich die israelische Armee und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. Unter Vermittlung der USA hatten sich die Regierungen Israels und des Libanon zwar Ende Juni auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt, die den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll. Die Hisbollah war an den Verhandlungen jedoch nicht beteiligt.

Die Rahmenvereinbarung sieht die Entwaffnung der Hisbollah, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vor. Die Hisbollah lehnt sowohl ihre Entwaffnung als auch die direkten Gespräche der libanesischen Regierung mit Israel vehement ab.

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