Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Nach den Diskussionen bei Mercedes und Bosch erwägt nun auch Deutschlands größter Autobauer Volkswagen, die Wochenarbeitszeiten seiner mehr als 100.000 Beschäftigten in Deutschland zu verlängern.
Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, sieht das Management darin einen Hebel, um die Kosten je Arbeitsstunde zu senken und hiesige Standorte konkurrenzfähiger zu machen. Eine Forderung nach einer 38- oder 40-Stunden-Woche gibt es bislang nicht bei VW.
Beim sogenannten Überprüfungsgespräch mit IG Metall und Betriebsrat am Mittwoch in Hannover wird das Thema nicht behandelt. Es könnte aber später auf den Verhandlungstisch kommen, heißt es. Bei VW gilt grundsätzlich eine 35-Stunden-Woche.
Der VW-Konzern plant den Abbau von 50.000 bis 60.000 weiteren Jobs weltweit, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Für das neue Sparpaket hat VW am Mittwoch die Kündigung mehrerer Tarifverträge angekündigt. Auch der Manteltarifvertrag, der Arbeitszeit und Mehrarbeit regelt, steht laut Insidern zur Debatte. Der Zukunftstarifvertrag von 2024 und die Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 sollen bestehen bleiben.
Wirtschaft
Bericht: VW erwägt längere Arbeitszeiten für 100.000 Beschäftigte
- dts - 30. September 2026, 14:13 Uhr
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