Wirtschaft

Dröge nennt Deutschlandticket-Preiserhöhung "Unverschämtheit"

  • dts - 1. Oktober 2026, 09:47 Uhr
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Deutschlandticket (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge kritisiert die Preiserhöhung beim Deutschlandticket mit Blick auf den Tankrabatt als ungerecht.

"Ich finde es eine absolute Unverschämtheit, den Bahnfahrern gegenüber", sagte Dröge am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Der Bund gebe 2,5 Milliarden Euro für den Tankrabatt aus, nehme aber kein Geld in die Hand, um den Preis des Tickets stabil zu halten. "Das Deutschlandticket hat mal 49 Euro gekostet. Das wäre ein fairer Preis gewesen", erklärte die Grünen-Politikerin. "Und das jetzt teurer zu machen und zu sagen, für die Autofahrer ist Geld da, das wird niemand verstehen."

Dröge fordert eine Preisgarantie für das Ticket. Weil Arbeitgeber und Pendler nicht wüssten, ob der Preis jedes Jahr weiter steige, entschieden sich viele gegen das Abo. Würde man eine Preisgarantie aussprechen, so wie die Grünen das vorschlagen, dann sei sie fest davon überzeugt, würden sich auch noch mehr Menschen "für ein sehr cooles Ticket entscheiden", sagte Dröge. Mit mehr Abonnenten könne der Preis auch weiter sinken.

Dröge wirft Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor, eine direkte Auszahlung an die Bürger statt des Tankrabatts mit falschen Argumenten abzulehnen. "Lars Klingbeil redet sich echt mit schlechten Ausreden raus, wenn er behauptet, das Geld könnte nicht ausgezahlt werden", sagte Dröge. Der in der Ampel begonnene Auszahlmechanismus sei inzwischen fertig. "Er könnte genau diesen Weg jetzt nutzen. Er will es offensichtlich nicht", so die Grünen-Politikerin.

Dröge plädierte dafür, pauschal Energiegeld auf die Konten der Menschen zu zahlen und es über eine Übergewinnsteuer zu finanzieren. Beim Tankrabatt lande dagegen ein relevanter Anteil bei den Mineralölkonzernen. Zudem profitierten Haushalte mit größeren Autos am stärksten. "Wenn der Bund 2,5 Milliarden Euro ausgibt, dann sollte er es doch nicht so ausgeben, dass ausgerechnet die obersten zehn Prozent am meisten profitieren", so Dröge.

An CDU und SPD gerichtet sagte sie: "Es ist einfach schlechte Politik, das muss ich ganz ehrlich sagen. Einfallslos. Ein schlechter Kompromiss und am Ende kein Mut, mal was Neues auszuprobieren."

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