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Boliviens Generalstaatsanwalt wegen Geldwäsche und Drogenhandels festgenommen

  • AFP - 1. Oktober 2026, 15:20 Uhr
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Roger Mariaca im Oktober 2024
Bild: AFP

Boliviens Generalstaatsanwalt Roger Mariaca ist wegen des Verdachts der Geldwäsche und des Drogenhandels festgenommen worden. Ihm werden unter anderem eine 'kriminelle Organisation' sowie 'Geldwäsche' zur Last gelegt.

Boliviens Generalstaatsanwalt Roger Mariaca ist wegen des Verdachts der Geldwäsche und des Drogenhandels festgenommen worden. Die ihm vorgeworfenen Taten umfassten eine "kriminelle Organisation" sowie "Geldwäsche und den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln", sagte Innenminister Marco Antonio Oviedo am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Mariaca wurde bereits am Mittwoch am Flughafen in Santa Cruz in Gewahrsam genommen, zwei Tage nachdem die USA sein Visum wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Drogenhandel widerrufen hatten.

Die Festnahme war zunächst aus Regierungskreisen bestätigt worden, jedoch ohne eine Angabe von Gründen. Örtlichen Medien zufolge wurde auch der ebenfalls von den USA sanktionierte Staatsanwalt von Santa Cruz, Alberto Zeballos, festgenommen. 

Mariaca und Zeballos gehören zu den knapp 20 Menschen aus Bolivien, Kolumbien und Ecuador, denen das US-Außenministerium diese Woche Korruption, Verbindungen zum Drogenhandel oder Verschwörung gegen ihre eigene Regierung vorgeworfen hatte. Mariaca hatte demnach Bestechungsgelder angenommen, "um den Drogenhandel zu erleichtern und gewalttätigen Kriminellen dabei zu helfen, der Justiz zu entgehen".

In Onlinediensten wurde ein Live-Video von der Durchsuchung von Mariacas Büroräumen in der Hauptstadt Sucre veröffentlicht. "Wir verurteilen vor der gesamten bolivianischen Bevölkerung diesen Eingriff, der illegal ausgeführt wird", sagte darin Mariacas Kommunikationschefin Claudia Pardo, die zusammen mit mehreren Kollegen von vermummten Polizisten umringt war.

Mariaca wies die Vorwürfe am Montag in einer Erklärung zurück. Darin warf er den USA "Einmischung" und "politischen Druck" vor.

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