US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung des GeheimdienstdirektorsJay Clayton zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) bestätigt. Trump schrieb am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social, Clayton solle in dieser Rolle die Anstrengungen koordinieren, damit die USA "weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen". Die KI wird von Trump neuerdings als "Superintelligenz" bezeichnet.
Trump hob hervor, dass die "Superintelligenz" nach Ansicht vieler eine größere Umwälzung darstelle als die industrielle Revolution und das Internet. Bei der Fortentwicklung der "Superintelligenz" sollten die "Interessen aller Amerikaner geschützt und ihre Lebensführung verbessert" werden.
Mehrere US-Medien hatten bereits am Freitag berichtet, dass der Präsident Clayton zu seinem KI-Berater ernennen werde. Der 60-Jährige ist seit August Direktor der nationalen Geheimdienste. Er koordiniert in diesem Amt die Arbeit der insgesamt 18 US-Geheimdienste, zu denen der Auslandsnachrichtendienst CIA und die Bundespolizei FBI gehören.
Trump hatte die Neubesetzung des Postens im vergangenen Monat angekündigt und dazu erklärt: "Nur Personen mit hohem IQ brauchen sich zu bewerben!" Clayton folgt mit gut sechsmonatigem Abstand auf David Sacks, der bis Ende März Trumps "KI-Zar" war.
Clayton ist Jurist und hat keine Erfahrungen in der Technologiebranche und mit KI. Er gilt aber als langjähriger Gefolgsmann von Trump. Vor seiner Berufung zum Geheimdienstdirektor war Clayton als Bundesanwalt tätig. In Trumps erster Amtszeit war er Chef der US-Börsenaufsicht SEC.
Claytons Ernennung fällt in eine Zeit zunehmender Warnungen vor den Risiken von KI. US-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI sprachen sich für eine langsamere Entwicklung aus, nachdem KI-Systeme in mehreren Fällen aus ihrer Testumgebung ausbrachen und etwa Regierungssysteme hackten.
Ungeachtet dessen lehnt Trump eine staatliche Regulierung von "Superintelligenz" ab und setzt auf Selbstkontrollen der KI-Branche. Dazu hatte er am Dienstag bei einem Treffen mit Tech-Chefs eine Absichtserklärung unterzeichnet.
Vor den wichtigen Kongresswahlen Anfang November spielt das Thema in den USA eine große Rolle: Viele Wählerinnen und Wähler stehen der KI-Entwicklung skeptisch gegenüber und befürchten weitreichende gesellschaftliche Umwälzungen wie etwa Jobverluste. Auch lösen die großen KI-Rechenzentren viele Proteste aus.
Politik
Trump bestätigt Ernennung von Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater
- AFP - 4. Oktober 2026, 15:12 Uhr
US-Präsident Trump hat die Ernennung des Geheimdienstdirektors Jay Clayton zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz bestätigt. Clayton solle dafür sorgen, dass die USA 'weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen'.
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