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Reiche sieht russische Einschüchterung hinter Drohnenangriffen

  • dts - 5. Oktober 2026, 10:00 Uhr
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Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geht davon aus, dass die russische Führung die Bundesregierung mit Drohnenangriffen auf Kiew während der Reise einschüchtern wollte. Zudem spricht sie von Fortschritten bei der russischen Drohnentechnologie.

Reiche, die am Wochenende mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach Kiew gereist war, sagte im "Ronzheimer"-Podcast, sie habe am Sonntag Angriffe in "großer Regelmäßigkeit" erlebt und es seien "auch Ziele getroffen, die sehr, sehr nah am Stadtzentrum sind". Und weiter: "Ich rechne fest damit, dass die russische Führung genau wusste, wo sie treffen muss, um deutliche Zeichen zu setzen."

Reiche erklärte, welche Ziele sie hinter den russischen Angriffen vermute: "Erschrecken, abschrecken. Vielleicht Unsicherheit auslösen, vielleicht verhindern, dass Abkommen geschlossen werden, dass man sich der Solidarität versichert. Angst zu erzeugen, ist ein beliebtes Mittel - gerade der russischen Führung."

Die Ministerin berichtete auch von russischen Fortschritten in der Drohnentechnologie: "Russland hat es vermocht, die Drohnen, die eh schon schnell unterwegs waren, noch einmal durch individuelle Düsenantriebe zu beschleunigen." Das habe auch Folgen für die Abwehr wichtiger Infrastruktur: "Russland hat einen technologischen Sprung zugelegt. Drohnentechnik, die jetzt sehr viel schneller unterwegs ist. Drohnen abzufangen ist komplizierter geworden. Damit ist die Verwundbarkeit. Von Stromnetzen, von Gasnetzen, von Wasserversorgungsanlagen oder auch von Bahnstationen noch einmal mehr gefährdet."

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