Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt angesichts der wachsenden Spannungen zwischen der Nato und Russland und des neuen Wehrdienstes rasant an. Im Zeitraum Januar bis August 2026 sind im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) insgesamt 12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen, wie eine Sprecherin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" sagte. Im gesamten Jahr 2025 gab es laut dem Bundesamt lediglich 3.879 Anträge, 2024 waren es 2.249.
Anträge auf Kriegsdienstverweigerung reichen nicht allein Reservisten und aktive Soldaten ein, sondern trotz ausgesetzter Wehrpflicht auch Ungediente. Die entsprechenden Beratungsstellen melden einen wachsenden Zulauf.
Die BAFzA-Sprecherin betonte, unabhängig von der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht bleibe das Recht, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes zu verweigern, bestehen. Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung sei schriftlich beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr einzureichen. Dieses leite ihn nach Feststellung der gesundheitlichen Eignung im Rahmen der Musterung an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben weiter, das über den Antrag entscheide.
Dabei seien folgende Dokumente notwendig: ein kurzes Anschreiben mit Berufung auf das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung im Sinne des Grundgesetzes samt Unterschrift, ein vollständiger tabellarischer Lebenslauf sowie eine ausführlich und persönlich verfasste Begründung, in der die Beweggründe für die Gewissensentscheidung dargestellt würden.
Brennpunkte
Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt rasant an
- dts - 6. Oktober 2026
.
Weitere Meldungen
Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist in diesem Jahr stark angestiegen. Von Januar bis August seien insgesamt 12.102 entsprechende Gesuche eingegangen, sagte eine
MehrDer Abzug von B-1-Bombern der US-Armee vom britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wegen "Drohungen" erfolgt. "Es gab Drohungen,
MehrDie Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Ende des Iran-Krieges sind nach iranischen Angaben "sinnlos". "Bislang haben sie uns nach Gesprächen dreimal
MehrTop Meldungen
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) rechnet durch die geplante Plastiksteuer mit Einnahmen von 805 Millionen Euro für den Bund. Ab
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die geplante Erhöhung der Tabaksteuer soll die verkaufte Menge von Zigaretten in Deutschland um etwa 25 Prozent reduzieren. Das berichtet der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will zum 1. Juli 2027 eine neue Steuer auf Plastikverpackungen einführen. Das geht aus dem Entwurf eines
Mehr














