Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) - Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, ist am Mittwoch wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft genommen worden. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe den Haftbefehl gegen den 80-Jährigen in Vollzug gesetzt hat. Hanning wird geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, das Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchter Landesverrat vorgeworfen.
Zusammen mit Hanning wurde auch sein früherer Büroleiter festgenommen. Ihm wird Beihilfe zum versuchten Landesverrat und zur landesverräterischen Ausspähung vorgeworfen. Die beiden sollen mutmaßlich vereinbart haben, dass er dem ehemaligen BND-Chef gegen Bezahlung fortlaufend wertvolle BND-Erkenntnisse beschaffe. Diese Informationen soll Hanning für seine Beratertätigkeit genutzt haben.
Hanning war von 1998 bis 2005 Präsident des BND und wechselte danach ins Bundesinnenministerium, wo er als Staatssekretär tätig war. Später arbeitete er als Sicherheitsberater in der Privatwirtschaft.
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Ex-BND-Chef Hanning wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft
- dts - 7. Oktober 2026, 13:50 Uhr
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