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US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" nach elfmonatigem Einsatz wieder in Kalifornien

  • AFP - 9. Oktober 2026, 05:36 Uhr
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Emotionales Wiedersehen in San Diego
Bild: AFP

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger 'USS Abraham Lincoln' ist nach rund elf Monaten in seinen Heimathafen im kalifornischen San Diego zurückgekehrt. Angehörige begrüßten am Donnerstag ihre Liebsten, die sie seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatten.

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" ist nach rund elf Monaten in seinen Heimathafen im kalifornischen San Diego zurückgekehrt. Angehörige der rund 5000 Matrosen und Marinesoldaten begrüßten am Donnerstag am Kai ihre Liebsten, die sie seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatten. Für viele Soldatinnen und Soldaten war es ein emotionales Wiedersehen mit ihren Familien. 

Der Flugzeugträger war im November 2025 von San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Noch vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar wurde er in die Krisenregion beordert. Nach fast zehn Monaten auf See hatten sich die Marinesoldaten und Matrosen zuletzt im September ein paar Tage lang von den Strapazen an Bord bei einem Landgang in Thailand erholen können.

Vor dem Wiedersehen hatte die Angehörige Alba Solano der Nachrichtenagentur AFP gesagt, wie schwierig die Kommunikation mit ihrem Partner während des Einsatzes gewesen sei. "Wir haben per E-Mail von ihm gehört", sagte sie. Hin und wieder hätten sie Textnachrichten ausgetauscht. "Telefonate waren schrecklich. Es hat nie funktioniert. Er konnte uns hören, aber wir ihn nicht", sagte sie.

US-Medien hatten unter Berufung auf Soldaten und deren Angehörige berichtet, dass die Besatzung unter einem Mangel an Lebensmitteln, defekten sanitären Anlagen und fehlenden Hygiene-Artikeln litt. Es habe eine große psychische Belastung für die Besatzungsmitglieder und sogar Suizidversuche gegeben, hieß es. Die Berichte über die schlechten Bedingungen an Bord hatten die Kritik in den USA am Iran-Krieg noch verschärft.

Vor der Rückkehr des Flugzeugträgers hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth einen Besuch auf dem Kriegsschiff genutzt, um gegen Medien auszuteilen. Einige Journalisten hätten versucht, die "Lincoln" zu einem Symbol für "Pannen", "schlechte Stimmung" oder sogar "einen gescheiterten Einsatz" zu machen, kritisierte er am Mittwoch.

Genau das Gegenteil sei wahr, erklärte Hegseth. "Die einzige Reaktion der amerikanischen Bevölkerung und der Medien sollte Stolz sein", befand der Minister. Es habe "23.000 Kampfflugstunden und fast 4000 Gefechtseinsätze" gegeben, sagte er. Er zeichnete die Besatzung deshalb für "außergewöhnliche Tapferkeit gegenüber feindlichen Kräften" aus.

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