Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) will zunächst keine Steuer auf sogenannte "Künstliche Intelligenz" (KI) einführen. "Ich will Wachstum durch KI und rede nicht über neue Steuern", sagte Wildberger den Sendern RTL und ntv am Dienstag. Sein Vorschlag sei, erst einmal das Wachstum kommen zu lassen. Eine zusätzliche Steuer sei dafür nicht notwendig.
Über den richtigen regulatorischen Rahmen wolle die Bundesregierung auch strategisch beraten. "Mit dem großen Wachstum kommen mehr Einnahmen. Den werden wir brauchen. Und das andere diskutieren wir dann", sagte Wildberger. Er hatte dem "Tagesspiegel" zuvor gesagt, dass man den extrem hohen Umsatz mit dieser Technologie besteuern müsse, um den Umbau des Arbeitsmarktes zu finanzieren.
Auf die Frage, ob vor allem die Tech-Giganten besteuert werden sollten, sagte Wildberger: "Das ist eine Diskussion, die können wir führen." Zugleich forderte er, Deutschland müsse zunächst selbst mehr digitale Wertschöpfung schaffen. "Wie können wir etwas besteuern, was wir selber in der Wertschöpfung nicht beherrschen?", fragte der CDU-Politiker.
Deutschland müsse eigene Technologien entwickeln und digitale Geschäftsmodelle aufbauen, sagte Wildberger. Auch bei Plattformgeschäften und Bezahlsystemen müsse das Land stärker werden. "Da ist zu viel Wertschöpfung an uns vorbeigegangen." Dadurch fehlten auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Wildberger sieht deshalb vor allem darin eine Aufgabe, Wachstum durch eigene Innovationen zu schaffen.
Finanzen
Wildberger setzt auf KI-Wachstum statt zusätzlicher KI-Steuer
- dts - 13. Oktober 2026, 16:11 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Junge Union muss staatliche Unterstützungsmittel zurückzahlen und hat dafür einen Kredit der Mutterpartei in Anspruch genommen. Das
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Getränkehersteller rechnen infolge der geplanten Zuckersteuer mit höheren Preisen. "Sicher werden die Verbraucherpreise steigen", sagte
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der geplanten Einführung einer Zuckersteuer hat Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek Kritik an der Bundesregierung geübt und vor
MehrTop Meldungen
Washington (dts Nachrichtenagentur) - In den USA ist die Inflationsrate im September 2026 auf 3,7 Prozent gestiegen, nach 3,4 Prozent im Vormonat. Das teilte die
MehrFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Lufthansa hat sich im Bieterrennen um eine Beteiligung an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP durchgesetzt. Das teilte der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeskabinett hat eine "Formulierungshilfe" für die Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag zur Einführung einer Zuckergetränkesteuer
Mehr














