Die Altersgrenze für das Programm zur Früherkennung von Brustkrebs wird herabgesetzt. Künftig können Frauen schon ab 45 Jahren am Mammografiescreening teilnehmen, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Bislang liegt die Altersgrenze bei 50 Jahren.
Die Beschlüsse treten voraussichtlich am 1. August 2027 in Kraft. Ab dann können Frauen sich für einen Untersuchungstermin anmelden. Vermutlich ab Januar 2028 erhalten sie dazu auch persönliche Einladungen.
Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern und Krankenkassen. Er legt im Grunde fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden.
Über das Mammografiescreening wird seit Jahren teils kontrovers diskutiert. Nach Ansicht von Kritikern wird der Nutzen der Röntgenuntersuchung überschätzt, während gleichzeitig Frauen nach einer sogenannten Überdiagnose zum Teil unnötigerweise operiert werden oder eine Strahlenbehandlung bekommen. Andere Experten halten dem entgegen, dass durch die Früherkennung die Brustkrebssterblichkeit deutlich gesenkt werde.
Gesundheit
Mammografie: Altersgrenze für Brustkrebs-Früherkennung wird herabgesetzt
- AFP - 15. Oktober 2026, 13:10 Uhr
Die Altersgrenze für das Programm zur Früherkennung von Brustkrebs wird herabgesetzt. Künftig können Frauen schon ab 45 Jahren am Mammografiescreening teilnehmen, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in Berlin mitteilte.
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