Finanzen

Dax startet positiv - Hoffen auf Entlastung durch Anleihemarkt

  • dts - 16. Oktober 2026, 09:43 Uhr
Bild vergrößern: Dax startet positiv - Hoffen auf Entlastung durch Anleihemarkt
Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:40 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.557 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

"Nach den jüngsten Kursverlusten greifen die Anleger bei Technologieaktien wieder zu. Bereits an der Wall Street und an den asiatischen Börsen wurden die niedrigeren Kurse für gezielte Käufe genutzt. Unterstützung liefern die rückläufigen Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen, die sich wieder der Marke von fünf Prozent angenähert haben", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Von einer grundlegenden Entspannung könne allerdings noch keine Rede sein. "Die hohen Energiepreise bleiben angesichts der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der gestörten Lieferketten ein erheblicher Belastungsfaktor. Die zuletzt überraschend stark gestiegenen US-Verbraucher- und Erzeugerpreise haben gezeigt, wie schnell sich der Energiepreisschock auf die Inflation übertragen kann. Die Anleger bekommen damit zwar etwas Entlastung vom Anleihemarkt, die Inflationsrisiken bleiben aber unverändert hoch", so der Marktanalyst weiter.

Auffällig sei zudem, dass die Erholung erneut von Technologiewerten getragen werde. "Zyklische Branchen bleiben dagegen weitgehend außen vor. Die Anleger kaufen damit nicht den gesamten Markt, sondern setzen gezielt auf die bisherigen Wachstumstreiber. Eine technische Gegenbewegung nach deutlichen Kursverlusten ist allerdings noch keine nachhaltige Trendwende", so Lipkow.

"Mangels wichtiger Konjunkturdaten dürfte der Handel zum Wochenschluss vergleichsweise ruhig verlaufen. Entscheidend wird sein, ob sich die Entspannung bei den Anleiherenditen fortsetzt und die Erholung auf weitere Branchen übergreift. Für den Dax zeichnet sich aus technischer Sicht eine Handelsspanne zwischen 25.350 und 25.650 Punkten ab", so der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1245 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8893 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.189 US-Dollar gezahlt (+0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 119,77 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,20 US-Dollar, das waren 69 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Weitere Meldungen

US-Börsen lassen nach - Ölpreis steigt nach Angriffen des Iran

New York (dts Nachrichtenagentur) - Die US-Börsen haben am Freitag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 52.002 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3

Mehr
Dax legt deutlich zu - Rheinmetall-Aktien gefragt

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich zugelegt. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 25.623 Punkten berechnet, ein Plus in

Mehr
Dax bleibt am Mittag im Plus - Berichtssaison im Tech-Sektor erwartet

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax hat sich am Freitag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiterhin im grünen Bereich gehalten. Gegen 12:40 Uhr

Mehr

Top Meldungen

Deutsche Bank sieht Unicredit-Übernahme der Commerzbank als Chance

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Bank will von der Übernahme ihres Konkurrenten Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit profitieren. "Wir

Mehr
Studie: Babyboomer-Abschied vom Immobilienmarkt entlastet kaum

Köln (dts Nachrichtenagentur) - In den großen Städten wird der Abschied der Babyboomer vom Immobilienmarkt laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Consult)

Mehr
Dröge kritisiert Abschwächung von EU-Klimaregeln

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die Bundesregierung dafür scharf kritisiert, dass die EU-Regeln für Methan-Emissionen bei

Mehr