Bei den Gewaltausbrüchen am Rande von Massendemonstrationen in Frankreich sind etwa 400 Menschen festgenommen worden. Dies teilte am Samstagabend Innenminister Laurent Nuñez mit. Er bezifferte die Zahl der Teilnehmer des landesweiten Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf 550.000. Die Organisatoren hatten ihrerseits zuvor von rund 800.000 Demonstranten gesprochen.
Am Rande der Demonstrationen war es an vielen Orten zu Gewalt und zu Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern und der Polizei gekommen. In mehreren Städten standen Gebäude in Flammen, Rathäuser wurden beschädigt, Geschäfte geplündert, Tränengasschwaden lagen in der Luft.
In Paris, wo laut Innenministerium 110.000 Menschen an den Protesten teilnahmen, wurden nach Angaben von Bürgermeister Emmanuel Grégoire ganze Straßen "methodisch verwüstet". Der entstandene Schaden sei "immens", sagte er am Abend dem Fernsehsender Franceinfo.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Gewalt auf das Schärfste und kündigte eine rigorose Strafverfolgung an. "Zerstörer" und "Plünderer" sollten "verfolgt und bestraft" werden, erklärte er auf X. Frankreich werde "geschlossen gegen die Chaos-Stifter auftreten, die nichts anderes im Sinn haben, als unsere Institutionen zu stürzen".
Politik
400 Festnahmen bei Gewaltausbrüchen bei nationalem Protesttag in Frankreich
- AFP - 17. Oktober 2026, 20:35 Uhr
Bei den Gewaltausbrüchen am Rande von Massendemonstrationen in Frankreich sind etwa 400 Menschen festgenommen worden. Hunderttausende nahmen am landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem teil.
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