Politik

Regierungsbildung in Schweden erneut gescheitert

  • AFP - 26. Oktober 2026, 13:02 Uhr
Bild vergrößern: Regierungsbildung in Schweden erneut gescheitert
Die Vorsitzende der Zentrumspartei Elisabeth Thand Ringqvist
Bild: AFP

Rund anderthalb Monate nach der Parlamentswahl in Schweden ist ein neuer Versuch zur Regierungsbildung gescheitert. Die Vorsitzende der Zentrumspartei Elisabeth Thand Ringqvist sagte, es sei ihr nicht gelungen, eine regierung zusammezustellen.

Rund anderthalb Monate nach der Parlamentswahl in Schweden ist ein neuer Versuch zur Regierungsbildung gescheitert. Die Vorsitzende der Zentrumspartei, Elisabeth Thand Ringqvist, sagte am Montag, es sei ihr nicht gelungen, eine Regierung zusammezustellen. "Meine allgemeine Schlussfolgerung lautet, dass es derzeit zwar eine Mehrheit für eine Politik der Mitte gibt, aber keine Mehrheit für eine Regierung der Mitte", sagte sie bei einer Pressekonferenz.

Parlamentspräsident Andreas Norlén kündigte daraufhin an, er werde mit den Parteivorsitzenden sprechen und anschließend über die nächsten Schritte informieren. Einen Zeitrahmen nannte er nicht.

Die Zentrumspartei hatte als Teil eines oppositionellen Mitte-Links-Blocks die Parlamentswahl am 13. September knapp gewonnen. Allerdings konnten sich die vier Parteien - Grüne, Linke, Zentrumspartei und Sozialdemokraten - bisher nicht auf eine mehrheitsfähige Regierung einigen. Eine Regierungszusammenarbeit mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten schließt die Zentrumspartei ebenso aus wie mit der Linkspartei.

Der Parlamentspräsident hat insgesamt vier Versuche, einen Kandidaten oder eine Kandidatin für das Amt des Regierungschefs zur Abstimmung im Parlament vorzuschlagen. Scheitert der vierte Versuch, muss eine Neuwahl angesetzt werden. Mitte Oktober hatte das Parlament der Sozialdemokratin Magdalena Andersson bei einer ersten Abstimmung das Amt der Ministerpräsidentin verweigert.

Das skandinavische Land ist langwierige Verhandlungen zur Regierungsbildung gewöhnt: Nach der Wahl 2022 dauerte es 37 Tage, 2018 waren es 134 Tage.

Weitere Meldungen

Steinmeier-Nachfolge: Unterstützung für Aigner aus Ländern - CDU wartet ab

In der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhält die CSU-Politikerin Ilse Aigner weitere Unterstützung aus den Bundesländern - die CDU will

Mehr
Debatte um Stromsteuersenkung: Rehlinger wirft Merz leere Versprechungen vor

In der Debatte um die Stromsteuersenkung für alle Unternehmen und Verbraucher hat die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)

Mehr
Berlin: Eralp hält Bundesgesetz zu Vergesellschaftungen für verfassungswidrig

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin und mögliche künftige Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp hält die Pläne des Bundes zur Erschwerung von Vergesellschaftung großer

Mehr

Top Meldungen

Auch Schwesig drängt auf Stromsteuersenkung für alle

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) - In der Debatte um die Stromsteuersenkung für alle erhöht die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), den

Mehr
Bundesregierung will US-Auftritt von Audi-Chef nicht kommentieren

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten nicht öffentlich

Mehr
CDU-Arbeitnehmerchef kritisiert Audi-Auftritt bei Trump

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, kritisiert den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von

Mehr