Technologie

KI-Unternehmen Anthropic warnt in Börsenprospekt vor Risiken

  • AFP - 26. Oktober 2026, 15:56 Uhr
Bild vergrößern: KI-Unternehmen Anthropic warnt in Börsenprospekt vor Risiken
Anthropic-Chef Dario Amodei
Bild: AFP

Der US-Konzern für Künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, hat seinen mit Spannung erwarteten Börsenprospekt veröffentlicht. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco warnt mögliche Anleger darin vor den Risiken von KI.

Der US-Konzern für Künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, hat seinen mit Spannung erwarteten Börsenprospekt veröffentlicht. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco warnt mögliche Anleger darin vor den Risiken von KI.  Nach den am Montag von der Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Unterlagen wies Anthropic zuletzt unter dem Strich einen Milliardenverlust aus.

Das genaue Datum für den Börsengang nannte Anthropic nicht. Das "Wall Street Journal" rechnet mit dem Aktiendebüt in der Woche ab dem 16. November. Es könnte eines der größten aller Zeiten werden. Anthropic ist vor allem durch sein KI-Modell Claude bekannt.

In dem Börsenprospekt warnt Anthropic, das Geschäft könne leiden, wenn die eigenen KI-Modelle "Schäden" verursachten - "sei es durch böswillige Akteure oder den Missbrauch durch andere Dritte". Womöglich könnten interne Schutzmaßnahmen dies nicht verhindern.

Den Angaben zufolge stieg der Umsatz zwischen April und Juni deutlich auf 11,6 Milliarden Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro), nach 787 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verzeichnete Anthropic wegen Abschreibungen aber einen Verlust von 66 Milliarden Dollar. Anthropic warnte zudem, dass sein Wachstum sich voraussichtlich verlangsamen werde – möglicherweise sogar deutlich.

Anthropic-Chef Dario Amodei hatte zuletzt in den Chor von Techunternehmern eingestimmt, die wegen Sicherheitsrisiken eine langsamere KI-Entwicklung fordern. In den vergangenen Monaten gab es mehrere Zwischenfälle, bei denen KI-Agenten spontan aus ihrer vorgegebenen Umwelt ausbrachen, um sich Zugang zum Internet zu verschaffen und Websites und Plattformen zu attackieren. 

Die Nachrichtenseite "Axios" berichtete erst am Sonntag, Claude habe ohne menschliche Autorisierung auf Wählerdaten im US-Bundesstaat Georgia zugegriffen. Dort haben mehr als eine Million Menschen frühzeitig ihre Stimme für die Kongresswahlen am 3. November abgegeben.

Das US-Verteidigungsministerium hat Anthropic als "Sicherheitsrisiko" eingestuft und den Konzern von Aufträgen ausgeschlossen. Zuvor hatte Anthropic dem Pentagon die uneingeschränkte militärische Nutzung seines KI-Modells Claude verweigert.

Weitere Meldungen

IT-Sicherheitsamt: Bislang keine Angriffe durch PHP-Sicherheitslücke festgestellt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bislang keine Fälle festgestellt, in denen die Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP ausgenutzt

Mehr
PHP-Sicherheitslücke: Wildberger sieht für Bund aktuell keine Hinweise auf Schaden

Nach der Warnung vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP sieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) "keine Hinweise", dass Webseiten

Mehr
Meta fährt im dritten Quartal Gewinn ein - Belastung aber durch Rechtsstreitigkeiten

Der US-Tech-Konzern Meta hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinn eingefahren und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Nettoerlös der Facebook-Mutter lag

Mehr

Top Meldungen

Rechnungshof rügt Verkehrsministerium bei Korridorsanierungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesrechnungshof übt scharfe Kritik an den Korridorsanierungen des Bahnnetzes. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags,

Mehr
KI-Unternehmen Anthropic beantragt Börsengang

New York (dts Nachrichtenagentur) - Das KI-Unternehmen Anthropic hat am Montag die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, der einer der größten in der Geschichte werden

Mehr
Dröge kritisiert Merz bei Stromsteuersenkung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der Debatte um die Stromsteuersenkung für alle übt Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz

Mehr