Politik

Rotes Kreuz eröffnet größtes Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands

  • AFP - 29. Oktober 2026, 11:01 Uhr
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Helfer des Roten Kreuzes bei Übung in München
Bild: AFP

Das Deutsche Rote Kreuz eröffnet in Brandenburg das größte Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands. Das Logistikzentrum soll für die nationale Krisenvorsorge eine Schlüsselrolle einnehmen.

Das Deutsche Rote Kreuz hat in Brandenburg das größte und modernste Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands eröffnet. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verwies am Donnerstag in Luckenwalde auf gewachsene Herausforderungen im Zivil- und Bevölkerungsschutz, die die der Staat ohne ehrenamtliche Helfer nicht bewältigen könne.

Mit der Lagerung und schnellen Bereitstellung von Hilfsgütern für Katastrophen in Deutschland soll der DRK-"Bevölkerungsschutz-Hub" für die nationale Krisenvorsorge eine Schlüsselrolle einnehmen und gleichzeitig auch international schnell Hilfe bereit stellen können. DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte im rbb24 Inforadio, bisher gebe es im Bevölkerungs- und Zivilschutz in Deutschland noch "deutlich zu wenig" Kapazitäten. Das Rote Kreuz habe sich deshalb entschieden, "in Vorleistung" zu gehen.

"95 Prozent des Schutzversprechens, das der Staat den Bürgerinnen und Bürgern gibt, das ruht auf den Schultern der ehrenamtlichen Frauen und Männer, die sich in diesen Land engagieren", räumte Dobrindt ein. Die "Herausforderungen, sie wachsen. Und wir müssen das auch politisch unterstützen, indem wir die notwendigen Mittel dafür zur Verfügung stellen", sagte der Innenminister.

Das 34.000 Quadratmeter große Gelände in Luckenwalde entspricht der Größe von etwa fünf Fußballfeldern. Dort würden über 120 Fahrzeuge, hunderte Tonnen von Material wie Großzelte, Decken, Feldbetten, Medikamente und Verbandsmaterial sowie Versorgungstechnik bis zu Notstromaggregaten eingelagert, sagte Gröhe. Ziel sei es, dass das Rote Kreuz bei Krisenfällen wie dem Hochwasser an der Ahr "wirklich selbstständig" die Versorgung von bis zu 5000 Menschen "wie aus einer mobilen Kleinstadt in Containern" übernehmen könne.

Von dem Logistikzentrum könnten die Materialien in Containern "gegebenenfalls zum Flughafen oder per LKW zum Katastrophenort im Inland gebracht" werden, sagte Gröhe. Dies gelte auch für internationale Einsätze. "Wir haben ein Feldkrankenhaus in Luckenwalde, das binnen 72 Stunden im Zweifel zu einem Krisenort in der Welt transportiert werden muss." Gleichzeitig dient der Standort dem Roten Kreuz auch als Ausbildungszentrum.

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