Politik

Selenskyj: Langes Gespräch mit US-Sondergesandten vor geplanten Treffen zu Ukraine-Krieg

  • AFP - 5. November 2026, 03:53 Uhr
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Selenskyj am 3. November in Berlin
Bild: AFP

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sich nach eigenen Angaben vor den geplanten Treffen zum Ukraine-Krieg mit den Sondergesandten von US-Präsident Trump beraten. Die Verhandlungen müssten 'mit voller Kraft vorangetrieben werden', erklärte er.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach eigenen Angaben vor den geplanten Treffen zum Ukraine-Krieg mit den Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump beraten. "Wir hatten soeben ein sehr ausführliches Gespräch von anderthalb Stunden mit Steve Witkoff und Jared Kushner", erklärte Selenskyj am Mittwochabend während seines Besuchs in Madrid im Onlinedienst X. 

Die Verhandlungen müssten "mit voller Kraft vorangetrieben werden, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden", erklärte Selenskyj weiter. "Die Ukraine ist bereit, die notwendigen Schritte zu unternehmen", fügte er hinzu.

Die Ukraine, Russland und die USA hatten bestätigt, dass ihre Unterhändler am 10. und 11. November in Abu Dhabi zu Gesprächen zusammenkommen würden. Es ist das erste derartige Treffen der drei Staaten seit Februar. Im Vorfeld dieser Dreiergespräche ist für Donnerstag ein Treffen im Weißen Haus geplant, an dem auch First Lady Melania Trump teilnimmt. 

Selenskyj äußerte sich, nachdem Melania Trumps Büro mitgeteilt hatte, dass die First Lady Vertreter Russlands und der Ukraine im Weißen Haus zusammenbringen werde. Ein genaues Datum wurde dabei jedoch nicht genannt. 

Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Kremlsprecher Dmitri Peskow berichtete, werden der Wirtschaftsbeauftragte von Russlands Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, sowie die Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa am Donnerstag mit Melania Trump zusammentreffen - "vorausgesetzt, dass alle logistischen Vorbereitungen gelingen".

Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez kündigte an, dass auch er in Washington mit der US-First-Lady zusammentreffen werde. Am Donnerstag finden zudem in Brüssel Treffen zwischen Vertretern der EU, Großbritanniens, der Nato und der USA statt, die am Mittwoch begonnen hatten.

Im Oktober hatte die US-First-Lady eine begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten ukrainischen Stadt Oleschky vermittelt, um einen humanitären Einsatz zu ermöglichen. Die Waffenruhe von Dienstag bis Sonntag vergangener Woche war die längste in dem seit gut viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Selenskyj zeichnete Melania Trump für ihre Rolle bei der Vereinbarung mit einem nationalen Orden ausgezeichnet.

Die aus Slowenien stammende Melania Trump hatte sich außerdem mehrfach für die Rückkehr nach Russland verschleppter ukrainischer Kinder stark gemacht. Ihr Büro teilte am Mittwoch mit, sie werde "im Weißen Haus persönlich Vertreter Russlands und der Ukraine zusammenbringen". Es sprach dabei von "einer beispiellosen diplomatischen Initiative einer amerikanischen First Lady".

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