Finanzen

Dax rutscht trotz positiver KOnjunkturimpulse am Mittag weiter ab

  • dts - 6. November 2026, 12:31 Uhr
Bild vergrößern: Dax rutscht trotz positiver KOnjunkturimpulse am Mittag weiter ab
Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Freitag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter ins Minus gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.735 Punkten berechnet, 2,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

"Zusätzliche Nervosität hatten gestern Gerüchte über einen größeren Hedgefonds ausgelöst, der durch die Kursverluste bei amerikanischen Technologiewerten in Schwierigkeiten geraten und zu Zwangsliquidationen gezwungen worden sein soll", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Bestätigt sind diese Spekulationen bislang nicht. Sie verdeutlichen allerdings, wie schnell sich an den Finanzmärkten mehrere Belastungsfaktoren gegenseitig verstärken können. Hohe Bewertungen, politische Unsicherheit und mögliche Positionsauflösungen treffen dann aufeinander und lösen eine Verkaufsdynamik aus, die weit über die ursprünglichen Ursachen hinausgeht. Der Druck hatte sich über Wochen aufgebaut und sich nun innerhalb weniger Handelstage schlagartig entladen."

"Für die kommenden Wochen muss das keineswegs ein schlechtes Zeichen sein. Die grundlegende Wachstumsdynamik im KI-Sektor hat sich durch die jüngsten Kursverluste nicht automatisch verändert. Vielmehr werden überzogene Erwartungen korrigiert und die Bewertungen wieder stärker an den wirtschaftlichen Realitäten ausgerichtet. Künstliche Intelligenz dürfte ein langfristiger Wachstumstreiber bleiben. Allerdings wird sich erst noch zeigen müssen, welche Unternehmen tatsächlich zu den großen Gewinnern gehören. Die jüngste Korrektur könnte deshalb auch die Grundlage für eine gesündere und nachhaltigere Aufwärtsbewegung schaffen. Die Chancen auf eine Jahresendrallye bleiben bestehen."

"Unterstützung erhält der deutsche Aktienmarkt von den jüngsten Konjunkturdaten. Die Produktion im produzierenden Gewerbe ist mit einem Plus von 0,7 Prozent überraschend deutlich gestiegen. Damit erhält die Hoffnung auf eine fortschreitende wirtschaftliche Erholung in Deutschland neue Nahrung. Gerade nach den schwierigen vergangenen Jahren wächst die Zuversicht, dass die Industrie wieder stärker zum Wachstum beitragen könnte", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1175 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8949 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.065 US-Dollar gezahlt (-0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 116,95 Euro pro Gramm.

Weitere Meldungen

US-Börsen uneinheitlich - Goldpreis schwächer

New York (dts Nachrichtenagentur) - Die US-Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 51.286 Punkten berechnet, ein Minus in

Mehr
Dax lässt deutlich nach - Siemens Energy und Hochtief gefragt

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Zum Wochenausklang hat der Dax kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.820 Punkten berechnet, ein Minus in

Mehr
Dax startet schwach - KI-Sorgen halten an

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Freitagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.925 Punkten berechnet,

Mehr

Top Meldungen

Unionsfraktion will Bedingungen für Kraftwerksausschreibung ändern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die CSU will die Kriterien für die zweite Ausschreibungsrunde für neue Kraftwerkskapazitäten ändern. Die zweite Ausschreibung müsse so lange

Mehr
Gebrauchte Diesel-Pkw warten fast 100 Tage auf Käufer

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Gebrauchte Diesel-Pkw finden in Deutschland immer schwerer einen neuen Besitzer. Wagen, die im September verkauft wurden, hatten im Schnitt 98

Mehr
Gegen Preisverfall: Spanien ordnet Einlagerung von zwölf Prozent der Olivenölproduktion an

Zur Vorbeugung eines drohenden Preisverfalls wegen einer Rekordernte hat Spanien die Olivenölproduzenten des Landes angewiesen, zwölf Prozent ihrer Herstellung bis September

Mehr