Im Gazastreifen sind durch heftigen Regen zehntausende Zelte von geflüchteten Palästinensern überschwemmt worden. Am Samstag seien "etwa 70.000 Zelte, in denen Zehntausende Vertriebene untergebracht waren, überflutet worden", teilte ein von der radikalislamischen Hamas geführtes Pressebüro mit. Zudem seien dutzende rissige Wände oder Dächer eingestürzt. Dabei habe es in mehreren Gebieten des vom Krieg verwüsteten Palästinensergebiets Verletzte gegeben. Einige von ihnen schwebten in Lebensgefahr.
Seit Samstagmorgen flüchteten hunderte Familien aus Lagern in der Stadt Gaza und im Zentrum und Norden des Küstenstreifens, nachdem große Wassermassen die Camps überflutet hatten. Sie sind nun obdachlos.
Der Sprecher des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes, Mahmud Bassal, teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, seine Teams hätten in der Nacht mehr als 1500 Anrufe von Menschen erhalten, die nach der Überflutung ihrer Zelte um Hilfe gebeten hätten. Die Behörden hätten dafür jedoch keine Ausrüstung und keine Kapazitäten.
"Wir haben einen dringenden Notruf an die internationale Gemeinschaft und humanitäre Organisationen gerichtet", sagte Bassal. "Wir können die Folgen dieses Sturms nicht alleine bewältigen."
Ein Zusammenschluss palästinensischer zivilgesellschaftlicher Organisationen warnte in einer Erklärung derweil vor der Gefahr der "Ausbreitung von Krankheiten und Epidemien", die das Leben von Hunderttausenden von Einwohnern bedrohe. Die Organisationen forderten, Druck auf Israel auszuüben, "damit humanitäre Hilfe uneingeschränkt ins Land gelassen wird".
Trotz der unter Vermittlung von Ägypten, Katar und den USA zustande gekommenen Waffenruhe vom Oktober 2025 setzt die israelische Armee ihre Angriffe im Gazastreifen fast täglich fort.
Brennpunkte
Zehntausende Flüchtlingszelte im Gazastreifen durch Regenfälle überflutet
- AFP - 7. November 2026, 15:18 Uhr
Im Gazastreifen sind durch heftigen Regen zehntausende Zelte von Geflüchteten überschwemmt worden. Hunderte Familien flüchteten vor den Wassermassen aus den Lagern.
Weitere Meldungen
Bei einem Schusswaffenvorfall in der historischen Altstadt von Krakau sind am Samstag sechs Menschen getötet worden. Zudem sei rund ein Dutzend Menschen verletzt worden, teilte
MehrKrakau (dts Nachrichtenagentur) - Auf dem Marktplatz in Krakau sind am Samstag mindestens fünf Menschen erschossen worden. Etwa ein Dutzend Menschen wurden verletzt, teilte die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer verteidigt die wachsende Wut junger Menschen auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in
MehrTop Meldungen
Asuncion (dts Nachrichtenagentur) - Der Senat in Paraguay hat Präsident Santiago Pena infolge eines Bankenskandals des Amtes enthoben. Die Parlamentskammer ernannte daraufhin den
MehrBonn (dts Nachrichtenagentur) - Die CDU will den derzeitigen Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, für eine zweite Amtszeit vorschlagen. Das berichtet der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) warnt vor den mutmaßlichen wirtschaftlichen Folgen der rot-grün-roten
Mehr














