Die Zahl der Führerscheinprüfungen in Deutschland hat 2022 ein Rekordhoch erreicht. Gleiches gilt für die Durchfallquote, wie der TÜV-Verband mitteilt. Demnach wurden 39 Prozent der Prüfungen als nicht bestanden gewertet, 10 Prozentpunkte mehr als vor zehn Jahren. Am Praxistest für den Pkw-Führerschein beispielsweise scheiterten 37 Prozent der Kandidaten, zehn Jahre zuvor waren es 32 Prozent. Als Gründe für diese Entwicklung vermuten die Experten nicht zuletzt die wachsende Komplexität im Straßenverkehr. Auch fehlende Informationen aus Schule und Elternhaus könnten eine Rolle spielen.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 1,76 Millionen praktische und 1,81 Millionen theoretische Prüfungen in den verschiedenen Führerscheinklassen abgelegt. Damit wurde der bisherige Spitzenwert von 2019 laut VdTÜV um rund 20.000 Prüfungen übertroffen. Bei einem Teil des Zuwachses dürfte es sich um nachgeholte Prüfungen handeln, die aufgrund der Corona-Pandemie in den beiden Vorjahren nicht abgelegt werden konnten.














