An ÖPNV-Haltestellen und in Fußgängerzonen kommt es besonders häufig zu Unfällen zwischen Fußgänger und Radfahrern. Wie eine nun veröffentlichte Studie der Unfallforscher der Versicherer (UDV) zeigt, fand die überwiegende Zahl der Kollisionen auf Radverkehrsflächen statt, wenn Fußgänger diese unvorsichtig betreten. In vielen Fällen spielen dabei auch Sichtbehinderungen durch parkende Autos eine Rolle. Je schmaler die Radwege, umso größer ist der Untersuchung zufolge die Unfallwahrscheinlichkeit. Zweirichtungsradwege zeigten sich als besonders ungünstig.
Die UDV fordert, die Erkenntnisse der Studie bei der Gestaltung der Infrastruktur besser zu berücksichtigen und Fußgängerzonen nicht für den Radverkehr freizugeben. Generell sei die Freigabe von Gehwegen kritisch zu sehen, auch in Grünanlagen oder Parks. Deutliche Verbesserungen der Verkehrssicherheit ließen sich erzielen, wenn bei hoher Fußgängerfrequenz parkende Fahrzeuge verringert werden und keine Zweirichtungs-Radwege angelegt werden. Gleichzeitig appellieren die Forscher an Fußgänger und Radler, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. An Haltestellen müsse beispielsweise der Radverkehr den Passagieren das Ein- und Aussteigen ermöglichen und dafür im Zweifel auch anhalten und warten.
Trotz oftmals niedriger Geschwindigkeiten enden viele Unfälle von Radlern mit Passanten böse. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 720 Personen bei einer Kollision zwischen einem Radfahrer und einem Fußgänger schwer verletzt, davon 13 tödlich. Besonders gefährdet sind ältere Fußgänger.
Motor
Zusammenstöße von Radlern und Passanten - Haltestellen und Fußgängerzonen sind Unfall-Hotspots
- Holger Holzer/SP-X - 19. Oktober 2023, 15:17 Uhr
Kollisionen zwischen Radlern und Fußgängern resultieren oft in schweren Verletzungen. Besonders zwei Orte sind gefährlich.
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