Nach der zweiten Runde der Ukraine-Verhandlungen hat der Kreml von einem "konstruktiven" und gleichzeitig sehr schwierigem Treffen gesprochen. "Zwei Tage lang haben wir konstruktiv und sehr schwer gearbeitet", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag vor Journalisten. Die Gespräche würden fortgesetzt.
Nach dem Ende der Verhandlungen in Abu Dhabi zwischen Russland, der Ukraine und den USA am Donnerstag hatten alle Seiten von Fortschritten gesprochen, einen Durchbruch bei den zentralen strittigen Punkten gab es jedoch nicht. Kiew und Moskau vereinbarten aber einen weiteren Gefangenenaustausch.
Die Ukraine kündigte ebenfalls eine Fortsetzung der Gespräche an. Die USA dringen auf ein Ende der Kämpfe. Die Europäer waren an den Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht beteiligt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der Abu Dhabi am Freitag unabhängig von den Ukraine-Gesprächen im Zuge seiner Reise in mehrere Golfstaaten besuchte, sagte aber, die Gespräche seien "mit uns abgestimmt". Die Europäer seien zudem bereit, wenn möglich dazu beizutragen, "diese Gespräche noch besser zu machen, noch erfolgreicher zu machen".
Skeptisch zeigte sich Merz zu Bemühungen des französischen Staatschefs Emmanuel Macron um eine Wiederaufnahme eines direkten Dialogs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Wir werden sicher keine unabgestimmten Einzelmaßnahmen ergreifen, die zum Gegenteil dessen führen, was wir alle gemeinsam erreichen wollen", sagte der Bundeskanzler. Alle europäischen Bemühungen für ein Ende des Krieges müssten innerhalb Europas sowie mit der Ukraine und mit den USA und "abgestimmt" werden.
Zugleich sagte Merz: "Wir sind natürlich immer bereit, auch mit Russland Gespräche zu führen." Alle hätten ein Ziel: "Wir wollen so schnell wie möglich diesen Krieg gegen die Ukraine beendet sehen. Der Schlüssel dazu liegt in Moskau." Russland hatte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor fast vier Jahren am 24. Februar 2022 begonnen.
Brennpunkte
Kreml: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi waren "konstruktiv" und schwierig
- AFP - 6. Februar 2026, 17:57 Uhr
Nach der zweiten Runde der Ukraine-Verhandlungen hat der Kreml von einem 'konstruktiven' und gleichzeitig sehr schwierigem Treffen gesprochen. Einen Durchbruch bei den zentralen strittigen Punkten gab es nicht.
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