Brennpunkte

Israels Präsident in Sydney: Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein

  • AFP - 9. Februar 2026, 12:44 Uhr
Bild vergrößern: Israels Präsident in Sydney: Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein
Handgemenge zwischen Demonstranten und der Polizei
Bild: AFP

Bei dem Besuch des israelischen Präsidenten Isaac Herzog in Australien knapp zwei Monate nach dem tödlichen Anschlag in Sydney ist es am Montag zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstrierenden gekommen.

Bei dem Besuch des israelischen Präsidenten Isaac Herzog in Australien knapp zwei Monate nach dem tödlichen Anschlag in Sydney ist es am Montag zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und pro-palästinensischen Demonstrierenden gekommen. In Sydney setzte die Polizei Pfefferspray gegen Demonstranten und Medienvertreter ein. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, dass mindestens 15 Demonstranten festgenommen wurden und sich Handgemenge mit Polizisten lieferten. In Sydney wie in Melbourne demonstrierten zahlreiche Menschen gegen das israelische Vorgehen in den Palästinensergebieten.

Der israelische Präsident hatte zuvor einen Kranz in der Nähe des Bondi Beach niedergelegt. Dort hatten bei einem Angriff am 14. Dezember zwei Männer - Vater und Sohn - auf Teilnehmer einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka geschossen und 15 Menschen getötet. Unter den Toten waren ein zehnjähriges Mädchen und ein Holocaust-Überlebender. Dutzende Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die australischen Behörden stuften das Verbrechen als antisemitischen Angriff ein.

Herzog sagte, er habe "im heiligen Gedenken an die Opfer" des Anschlags zwei Steine aus Jerusalem zum Bondi Beach mitgebracht. Er begrüßte "positive Schritte" der australischen Regierung, um Antisemitismus zu bekämpfen. Nach dem Anschlag in Sydney waren die Gesetze zu Hassverbrechen und Waffenbesitz verschärft worden.

Herzog will der jüdischen Gemeinde in Australien Trost spenden. Anlässlich seines viertägigen Besuchs wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Die Regierung des Bundesstaates New South Wales räumte der Polizei umfassendere Befugnisse zur Kontrolle von Demonstranten ein. Ein Versuch der Demonstranten, dagegen gerichtlich vorzugehen, scheiterte kurz vor dem Beginn der Proteste, wie örtliche Medien berichteten.

Weitere Meldungen

Mindestens 17 Verletzte bei Zugunglück in Dänemark

Bei einem Zugunglück in Dänemark sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Zwischen den Ortschaften Hilleröd und Kagerup rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt

Mehr
Streit über Kohl-Buch: Witwe von Altkanzler scheitert mit Klage zu Auskunft über Gewinn

Der Autor des umstrittenen Buchs "Vermächtnis - Die Kohl-Protokolle" über den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl muss Kohls Witwe nicht sagen, wie viel Gewinn er mit dem Werk

Mehr
Schussabgabe auf flüchtendes Auto in Zwickau: Freispruch von Polizisten aufgehoben

In einem Berufungsprozess wegen einer Schussabgabe auf ein flüchtendes Fahrzeug hat das Landgericht Zwickau den Freispruch eines Polizeibeamten aufgehoben. Die beiden Schüsse,

Mehr

Top Meldungen

Volkswagen senkt China-Ziele und will Exportgeschäft ausbauen

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Volkswagen korrigiert seine Erwartungen für das China-Geschäft deutlich nach unten und setzt stärker auf Exporte. Bis 2030 rechnet der

Mehr
Handwerk macht weniger Umsatz

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die rund 564.000 Handwerksunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2024 einen Umsatz von 762 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie das

Mehr
E-Auto-Zulassungen in Europa steigen auf Rekordniveau

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Im März haben europäische Autokäufer so viele batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen wie noch nie. Wie Daten des Dienstleisters

Mehr