Die USA haben fünf großen Ölkonzernen Lizenzen zur Wiederaufnahme von Geschäften in Venezuela erteilt. Das Finanzministerium in Washington genehmigte am Freitag den Unternehmen BP, Chevron, Eni, Repsol und Shell unter Auflagen "Transaktionen im Zusammenhang mit Aktivitäten im Öl- oder Gassektor in Venezuela". US-Energieminister Chris Wright hatte am Mittwoch gesagt, das seit 2019 geltende US-Ölembargo gegen Venezuela sei "im Grunde beendet".
In den Lizenzen ist vorgesehen, dass die Öl- und Gaserlöse auf Konten gehen müssen, die vom Finanzministerium in Washington benannt werden. Zudem dürfen die Energiekonzerne China, den Iran oder Russland nicht an Investitionen in Venezuela beteiligen.Â
Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Staatschefs Maduro Anfang Januar hatte US-Präsident Donald Trump wiederholt sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas bekundet.Â
Bei einem Treffen mit den Chefs von US-Energiekonzernen am 10. Januar drängte Trump die Unternehmen zu Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar (rund 84 Milliarden Euro) in dem südamerikanischen Land. Diese reagierten zurückhaltend. Besonders skeptisch äußerte sich der Chef von ExxonMobil, Darren Woods - woraufhin Trump sagte, er werde dem Konzern voraussichtlich keine Lizenz erteilen.
Venezuela hat die weltweit größten Ölreserven, die Förder-Infrastruktur gilt aber als marode. Mit Misstrauen sehen die Konzerne auch die politische Instabilität in dem Land und die mangelnde Sicherheit, in der Vergangenheit kam es mehrfach zu Enteignungen durch die linksgerichteten Regierungen.Â
Venezuela wird derzeit von Maduros früherer Stellvertreterin Delcy RodrÃguez angeführt, die als Übergangspräsidentin im Amt ist. Neuwahlen sind vorerst nicht geplant. Wie genau die USA die "Kontrolle" über Venezuela ausüben, von der Trump spricht, ist unklar.
Wirtschaft
Trump-Regierung erteilt fünf Ölkonzernen Lizenzen für Venezuela
- AFP - 13. Februar 2026, 18:04 Uhr
Die USA haben fünf großen Ölkonzernen Lizenzen zur Wiederaufnahme von Geschäften in Venezuela erteilt. Das US-Finanzministerium genehmigte den Unternehmen BP, Chevron, Eni, Repsol und Shell unter Auflagen 'Transaktionen' im Öl- und Gassektor.
Weitere Meldungen
Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Die Verbraucherstimmung in Deutschland gibt infolge des Iran-Kriegs abermals nach. Die Erwartungen der Verbraucher sänken aktuell noch
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich etwas verbessert. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen im April auf +0,1 Punkte, nach -0,7
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zum 1. Juli wird laut der Vorsitzenden des Tourismusausschusses des Bundestages, Anja Karliczek
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Für Bürgergeld-Empfänger wird der Wechsel vom Minijob in reguläre Beschäftigung offenbar zunehmend schwieriger. Das berichtet die "Bild" in
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schließt wegen der aktuellen Energiekrise eine Haushaltsnotlage nicht aus. "Wir müssen auf Sicht
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts des globalen Kerosinmangels infolge der Blockade der Straße von Hormus fordert der CEO der deutschen Airline Condor, Peter Gerber,
Mehr














