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Kuba sagt berühmtes Zigarrenfestival wegen Wirtschaftskrise ab

  • AFP - 14. Februar 2026, 19:49 Uhr
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Zigarrenschachtel
Bild: AFP

Kuba hat sein berühmtes Zigarrenfestival aufgrund der durch die USA ausgelösten Energiekrise in dem Land abgesagt. Die Organisatoren verkündeten am Samstag, das eigentlich für den 24. bis 27. Februar geplante Festival zu verschieben.

Kuba hat sein berühmtes Zigarrenfestival aufgrund der durch die USA ausgelösten Energiekrise vorerst abgesagt. Die Organisatoren verkündeten am Samstag, das eigentlich für den 24. bis 27. Februar geplante Festival in dem Karibikstaat solle verschoben werden. Ein neues Datum wurde aber nicht genannt. Die Entscheidung sei getroffen worden, um weiterhin "höchste Qualitätsstandards, Exzellenz und Erfahrung" bieten zu können, welche die internationale Veranstaltung ausmachten, erklärte der Tabakhersteller Habanos SA, der die Veranstaltung ausrichtet.

Das "Festival del Habano" zieht jedes Jahr Zigarrenliebhaber, Händler und Fachjournalisten aus aller Welt an. Zu der der Veranstaltung gehört auch eine Versteigerung von Zigarren und Humidoren - Behälter, in denen Zigarren gelagert werden. Diese Auktion bringt jährlich mehrere Millionen Dollar ein - im vergangenen Jahr waren es etwa 19,5 Millionen Dollar (rund 16,5 Millionen Euro). Das Geld fließt traditionell in das Gesundheitssystem des Landes.

Zigarren sind das wichtigste Exportgut des Inselstaats und der Verkauf von Zigarren ins Ausland bringt der strauchelnden kubanischen Wirtschaft dringend benötigte Einnahmen. 

Die USA haben nach der Gefangennahme und Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen lassen. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete zudem ein Dekret, das es den USA erlaubt, Länder, die Öl an Kuba verkaufen, mit US-Zöllen zu bestrafen.

Internationale Fluggesellschaften wie etwa Air Canada haben wegen des Treibstoffmangels auf der Insel Flüge nach Kuba eingestellt. Mehrere Länder haben Urlauber vor Reisen in das Land gewarnt, da sie dort möglicherweise nicht mehr wegkommen. Auch das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in den Karibikstaat ab.

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat Trump vorgeworfen, die Wirtschaft der Insel "ersticken" zu wollen.

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