Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, (CDU), zweifelt am Erfolg eines pauschalen Social-Media-Verbots. "Wir brauchen ein evidenzbasiertes Gesamtpaket: mehr Medienkompetenz, verbindliche Altersregeln, klare Verantwortung der Plattformen und Schutzmechanismen gegen suchtfördernde Designs", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete dem Focus. "Ein pauschales Social-Media-Verbot allein wird das Problem aber nicht lösen."
Der Virologe warnt vor den negativen Konsequenzen von sozialen Netzwerken. "Studien zeigen, dass bereits jedes vierte Kind ein problematisches oder riskantes Mediennutzungsverhalten entwickelt. Das liegt nicht nur am individuellen Umgang, sondern auch an Plattformstrukturen", so Streeck.
Mit Blick auf das SPD-Konzept für ein Social-Media-Verbot bis zum Alter von 14 Jahren sagte er weiter: "Deshalb unterstütze ich parteiübergreifend jede Initiative, die den Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum stärkt - auch die aktuelle Debatte."
Technologie
Streeck bei Social-Media-Verbot skeptisch
- dts - 18. Februar 2026, 07:59 Uhr
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