Die französischen Sicherheitskräfte an Bahnhöfen und im Pariser Nahverkehr dürfen nun auch Gepäck und Personen kontrollieren sowie gefährliche Gegenstände oder illegal angebotene Waren beschlagnahmen. "Sie haben infolge eines Gesetzes zur Sicherheit im Verkehr neue Befugnisse bekommen", sagte Verkehrsminister Philippe Tabarot am Montag dem Sender CNews. Die entsprechende Verordnung war am Vortag veröffentlicht worden.
Die Neuregelung gilt für die etwa 4000 Sicherheitsbeschäftigten der französischen Bahn SNCF und des Pariser Nahverkehrsunternehmens RATP. Diese dürfen nun auch unerwünschten Personen den Zugang zu Bahnhöfen und Metrostationen verwehren. Sie können Personen, die die öffentliche Ordnung stören, auffordern, Bahnen und Busse zu verlassen. Dies könnte etwa Menschen treffen, die in der Pariser Metro betteln oder ohne Genehmigung Andenken und Telefonzubehör in den Gängen verkaufen.
Im vergangenen Jahr wurden landesweit im öffentlichen Nahverkehr gut 100.000 Opfer von Diebstählen, Gewalttaten und Betrugsdelikten gemeldet, zwei Prozent weniger als im Vorjahr. 2025 nutzten etwa 21 Millionen Französinnen und Franzosen mindestens einmal im Monat den öffentlichen Nahverkehr. Das von Tabarot auf den Weg gebrachte Gesetz zur Verkehrssicherheit hat bereits den Einsatz von Bodycams von Kontrolleuren und von Kameras in Straßenbahnen ermöglicht. Genehmigt wurde auch der testweise und befristete Einsatz von Elektroschockpistolen durch die Sicherheitskräfte der Bahn und des Pariser Nahverkehrs.Â
Brennpunkte
Sicherheitspersonal des Pariser Nahverkehrs bekommt mehr Befugnisse
- AFP - 30. März 2026, 12:36 Uhr
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