Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Im Mordprozess um einen erschossenen Polizisten in Völklingen ist der Angeklagte wegen besonders schweren Raubes verurteilt worden. Von den Mordvorwürfen sprach ihn das Landgericht Saarbrücken am Mittwoch frei. Es ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
Das Gericht folgte damit nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die von einer "gezielten Hinrichtung" gesprochen und 13 Jahre Jugendstrafe gefordert hatte. Die Unterbringung in einer Psychiatrie hatte die Anklagebehörde ebenfalls angemahnt. Die Verteidiger hatten für ein milderes Urteil wegen Totschlags plädiert.
Der 19-Jährige hatte im August eine Tankstelle in Völklingen überfallen. Polizeibeamte hatten den Täter im Anschluss fußläufig verfolgt. Nach einem Handgemenge kam es zum Schusswechsel, wobei ein Polizeibeamter tödlich verletzt wurde. Der Täter hatte einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und damit mehrere Schüsse abgegeben. Auch er wurde durch den folgenden Schusswechsel getroffen, flüchtete noch weiter fußläufig, ehe er festgenommen wurde.
Brennpunkte
Kein Mordurteil nach tödlichem Tankstellenüberfall in Völklingen
- dts - 1. April 2026, 11:08 Uhr
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