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Parlamentswahl in Ungarn: Magyar spricht von "historischem Tag"

  • dts - 12. April 2026, 20:09 Uhr
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Péter Magyar am 12.04.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Budapest (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Schließung der Wahllokale in Ungarn hat sich Péter Magyar, Vorsitzender der Partei Tisza optimistisch gezeigt.

Dies sei ein "historischer Tag", sagte der Herausforderer des bisherigen Regierungschefs Victor Orbán am Sonntagabend. Er sei "optimistisch, aber vorsichtig". Magyar, den Umfragen der letzten Tage vor der Wahl vorne sehen, tat Behauptungen der bisherigen Regierungspartei Fidesz als "Wahnvorstellung" ab. Er bitte alle, friedlich und geduldig zu bleiben.

Erste Teilergebnisse der Wahl werden im Laufe des Abends erwartet. Nachwahlbefragungen, wie sie in Deutschland üblich sind, gibt es nicht. Eine Umfrage, die das 21 Research Center für Telex vom 8. bis 11. April erstellt hat, und die nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht wurde, sieht Tisza vorne. Die Partei von Péter Magyar könnte demnach mit 132 der 199 Sitze in der Nationalversammlung rechnen. Damit würde die Partei knapp eine Zweidrittelmehrheit erreichen, die zur Änderung der Verfassung nötig wäre. Bislang war Tisza nicht im Parlament vertreten.

Orbáns Partei Fidesz, die gemeinsam mit dem Regierungspartner KDNP bei der letzten Wahl 135 Sitze gewonnen hatte, würde deutlich verlieren und käme nunmehr auf 61 Abgeordnete. Mi Hazánk Mozgalom käme auf 5 Sitze, Nemzetiségi képviselö wäre mit einem Abgeordneten vertreten. Demokratikus Koalíció und Magyar Szocialista Párt müssen um den Einzug ins Parlament bangen.

Eine Umfrage des Instituts Median, die in den fünf Tagen vor der Wahl durchgeführt wurde, sieht Tisza ebenfalls klar vorne. Demnach kann die Partei mit 55,5 Prozent der Listenstimmen rechnen, Fidesz mit 37,9 Prozent.

Ein verlässlicher Trend darüber, wer am Ende die Wahl gewinnt, ist wahrscheinlich erst Stunden nach Schließung der Wahllokale zu erkennen. Ein Grund dafür ist auch das von Orbán ab 2011 geänderte Wahlsystem. 106 der 199 Mandate werden über die Erststimmen in Einerwahlkreisen mit einfacher Mehrheit vergeben. Für die übrigen 93 Mandate werden neben der Listenstimmen auch all die Stimmen berücksichtigt, die die unterlegenen Direktkandidaten erhalten haben, sowie all die Stimmen, um die die Wahlkreisgewinner vor den jeweils Zweiplatzierten liegen.

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