Wirtschaft

Vereinigung Cockpit will Lufthansa Donnerstag und Freitag bestreiken

  • AFP - 14. April 2026, 21:35 Uhr
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Lufthansa-Maschinen am Montag in München
Bild: AFP

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat angekündigt, die Lufthansa am Donnerstag und Freitag zu bestreiken. Die Tochter Eurowings ist nur am Donnerstag betroffen.

Streikwoche bei der Lufthansa: Die Vereinigung Cockpit (VC) hat angekündigt, die Fluggesellschaft am Donnerstag und Freitag erneut zu bestreiken. Dies teilte der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland am Dienstagabend mit. Die Lufthansa-Tochter Eurowings wird demnach nur am Donnerstag bestreikt. Für Mittwoch und Donnerstag hatte bereits die Gewerkschaft Unabhängiger Flugbegleiter Organisation (UFO) zu einem Streik bei der Lufthansa aufgerufen. Die Piloten hatten schon am Montag und Dienstag gestreikt.

Bestreiken will die VC am Donnerstag und Freitag alle Abflüge der Lufthansa von deutschen Flughäfen und alle Abflüge der Lufthansa-Töchter Cargo und Cityline. Ausgenommen seien den Angaben zufolge lediglich Flüge nach Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. 

Der Streik bei der Lufthansa beginnt demnach am Donnerstag um 00.01 Uhr und endet am Freitag um 23.59 Uhr. Eurowings wird nur am Donnerstag bestreikt.

Zur Begründung erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro, es gebe keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber. "Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung." Daher schlage die VC der Arbeitgeberseite ein "verbindliches Schlichtungsverfahren" vor.

Am Montagabend hatte auch die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) zu zweitägigen Streiks bei der Lufthansa aufgerufen, um nach eigenen Angaben den Druck auf den Konzern beim Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag zu erhöhen. Bestreikt werden am Mittwoch und Donnerstag alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den Flughäfen Frankfurt und München sowie alle Abflüge der Lufthansa-Tochter Cityline von Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Die Streiks des Kabinenpersonals folgen direkt auf Pilotenstreiks, die den Flugbetrieb bei der Lufthansa bereits am Montag und Dienstag erheblich beeinträchtigt hatten. Am Dienstag wurden nach Flughafenangaben allein in Frankfurt am Main 565 Flüge annulliert. Bereits am Montag waren nach VC-Angaben wegen der Arbeitsniederlegungen mehr als 700 Flüge gestrichen worden.

Die Lufthansa hatte die Pilotenstreiks deutlich kritisiert: Die Kernforderung der Gewerkschaft "nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar", erklärte das Unternehmen. Der Konzern arbeite "mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für unsere Fluggäste so gering wie möglich zu halten" und versuche, so viele Flüge wie möglich von anderen Airlines der Gruppe sowie Partner-Airlines übernehmen zu lassen.

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