Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich für eine Debatte über die Rückkehr zur Atomkraft ausgesprochen. Es müsse überlegt werden, ob die zuletzt abgeschalteten Reaktoren in Deutschland wieder aktiviert werden könnten, sagte Spahn der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Ich finde jedenfalls, diese Debatte müssen wir gesellschaftlich führen", sagte der CDU-Politiker.
Spahn verwies auf Studien, denen zufolge eine Reaktivierung stillgelegter Reaktoren neun bis zehn Milliarden Euro kosten würde. In anderen Staaten würden "30, 40, 50 Milliarden Euro investiert, um ein neues Kernkraftwerk zu bauen", sagte er. "Wir könnten mit deutlich weniger unsere gerade abgeschalteten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen. Eine Diskussion ist es in jedem Fall wert."
Der Koalitionspartner SPD erteilte Spahns Überlegungen umgehend eine Absage. "Es ist nicht zielführend, immer die gleichen Debatten zu führen", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der "Rheinischen Post". Die Atomkraft sei "die teuerste und die gefährlichste aller Energien und die Endlagersuche für die Altlasten ist bis heute nicht geklärt". Der Fokus müsse auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien "als ökologische, günstige und verlässliche Lösung" liegen, forderte Wiese.
Politik
Spahn will neue Debatte über Atomkraft - SPD widerspricht
- AFP - 16. April 2026, 10:12 Uhr
Unionsfraktionschef Spahn (CDU) hat sich für eine Debatte über die Rückkehr zur Atomkraft ausgesprochen. Es müsse überlegt werden, ob die zuletzt abgeschalteten Reaktoren in Deutschland wieder aktiviert werden könnten.
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