Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch im autoritär regierten Äquatorialguinea zum Einsatz für "Recht" und "Gerechtigkeit" aufgerufen. "Ihr Land zögere nicht, die Richtung seiner Entwicklung zu überprüfen und die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, um sich auf der internationalen Bühne für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstag im Präsidentenpalast in der früheren Hauptstadt Malabo des zentralafrikanischen Staates.
Leo XIV. traf am Mittag in dem spanischsprachigen Land ein, das der vierte und letzte Stopp seiner elftägigen Afrika-Reise ist. In Malabo wurde der Papst vom 83 Jahre alten Langzeitherrscher Teodoro Obiang Nguema empfangen, der sich 1979 an die Macht putschte und das kleine ölreiche Land in Zentralafrika mit eiserner Hand regiert. Er ist der am längsten amtierende nicht monarchische Staatschef der Welt.
"Tatsächlich ist es heute noch offensichtlicher als vor einigen Jahren, dass die Ausbreitung bewaffneter Konflikte eine ihrer Hauptursachen in der Kolonisierung von Öl- und Mineralvorkommen hat, ohne Rücksicht auf das Völkerrecht und das Selbstbestimmungsrecht der Völker", sagte der Papst am Dienstag in Äquatorialguinea. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch finanzieren die Öleinnahmen einen luxuriösen Lebensstil für eine kleine Elite um den Präsidenten in Äquatorialguinea, während der große Teil der Bevölkerung in Armut lebe.
Politik
Papst Leo XIV. ruft bei Besuch in Äquatorialguinea zu "Recht" und "Gerechtigkeit" auf
- AFP - 21. April 2026, 17:27 Uhr
Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch im autoritär regierten Äquatorialguinea für den Einsatz für 'Recht' und 'Gerechtigkeit' aufgerufen. In Malabo wurde der Papst vom 83 Jahre alten Langzeitherrscher Teodoro Obiang Nguema empfangen.
Weitere Meldungen
In einem bedeutsamen Referendum vor den US-Zwischenwahlen im November haben die Bürger im Bundesstaat Virginia am Dienstag über einen Neuzuschnitt der Wahlkreise abgestimmt.
MehrDie von den EU-Ländern Ungarn und Slowakei geforderten russischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline können nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
MehrAm Sitz der Vereinten Nationen in New York stellen sich ab Dienstag die vier Kandidaten für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres vor. Chiles Ex-Präsidentin
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat sich bei der Kraftwerksstrategie, der EEG-Novelle und dem Netzpaket geeinigt. Alle drei Vorhaben gehen jetzt in die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) hat die geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem scharf kritisiert. Die vorgesehenen
MehrCambridge (dts Nachrichtenagentur) - Der britische Hersteller Astra Zeneca hat vor möglichen Folgen der Kürzungen im deutschen Gesundheitssystem gewarnt. Man könne ab dem
Mehr














