Wirtschaft

Medien: Minenräumung in Straße von Hormus könnte halbes Jahr dauern

  • AFP - 23. April 2026, 11:49 Uhr
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Blick auf die Straße von Hormus
Bild: AFP

Die Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus könnte nach Einschätzung des US-Militärs einige Zeit dauern. Eine Einschätzung des Pentagons, über die am Mittwoch die 'Washington Post' berichtete, nennt einen Zeitraum von sechs Monaten.

Die Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus könnte nach Einschätzung des US-Militärs einige Zeit dauern. Eine Einschätzung des Pentagons, über die am Mittwoch die "Washington Post" berichtete, nennt einen Zeitraum von sechs Monaten, die es dauern könnte, bis vom Iran platzierte Minen geräumt sind. Ein Pentagon-Sprecher dementierte die Schätzung jedoch auf AFP-Nachfrage. 

"Eine sechsmonatige Sperrung der Straße von Hormus ist unmöglich und für den Minister völlig inakzeptabel", erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell am Donnerstag. Der Bericht der "Washington Post" beruhe auf einer "geheimen, nicht öffentlichen Unterrichtung", ein Großteil der Informationen sei "falsch". 

Die Frage der Minenräumung und damit der Passierbarkeit der Straße von Hormus hat bedeutende Auswirkungen auf die Ölpreise. Die Meerenge, durch die im Normalfall rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft, ist seit Beginn des Iran-Krieges faktisch gesperrt. Auch seitdem eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gilt, haben kaum Schiffe die Meeresstraße passiert.

Die Sechs-Monats-Schätzung wurde den Mitgliedern des Streitkräfte-Ausschusses des Repräsentantenhauses bei einer vertraulichen Unterrichtung mitgeteilt, wie die "Washington Post" berichtete. Demnach hat der Iran möglicherweise 20 oder mehr Minen in und um die Meerenge herum ausgelegt, von denen einige mittels GPS-Technologie ferngesteuert schwimmen und dadurch schwerer zu lokalisieren seien.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor vor einer mutmaßlich verminten "Gefahrenzone" gewarnt, die sich über 1400 Quadratkilometer erstrecken würde. Nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf wird der Iran die Meerenge nicht freigeben, solange die Seeblockade der USA andauert.

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