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Staatsmedien: Irans Außenminister plant erneute Reise nach Islamabad

  • AFP - 26. April 2026, 00:34 Uhr
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Araghtschi am Samstag mit Pakistans Premier Sharif
Bild: AFP

Einen Tag nach seiner Abreise aus Islambad will der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut einem Medienbericht in die pakistanische Hauptstadt zurückkehren, wo Bemühungen um erneute Gespräche mit US-Vertretern über ein Kriegsende laufen.

Einen Tag nach seiner Abreise aus Islambad will der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut einem Agenturbericht in die pakistanische Hauptstadt zurückkehren, wo Bemühungen um erneute Gespräche mit US-Vertretern über ein Kriegsende laufen. Araghtschi werde nach einem Besuch im Oman erneut nach Islamabad fliegen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna am Samstag wenige Stunden nach dessen Abreise.

Mitglieder von Araghtschis Delegation seien nach Teheran zurückgekehrt, um "die notwendigen Anweisungen zu Themen im Zusammenhang mit einer Beendigung des Krieges" entgegenzunehmen, meldete Irna weiter. Anschließend sollten sie am Sonntagabend in Islamabad erneut mit Araghtschi zusammentreffen.

Nach Gesprächen mit pakistanischen Regierungsvertretern war der iranische Außenminister am Samstag aus Islamabad abgereist. Daraufhin hatte US-Präsident Donald Trump eine Reise seiner Unterhändler zu möglichen neuen Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt kurzfristig abgesagt. 

Es ergebe keinen Sinn, 18 Stunden nach Pakistan zu fliegen um "sinnlos herumzureden", sagte Trump dem US-Nachrichtensender Fox News. Gegenüber dem Nachrichtenportal "Axios" stellte der US-Präsident mit Blick auf die derzeit geltende Waffenruhe mit dem Iran klar, die Absage der Reise bedeute nicht, dass die USA ihre Angriffe auf die Islamische Republik wieder aufnähmen.

Später versicherte Trump, nach seiner Absage der Pakistan-Reise der US-Delegation habe der Iran seinen Verhandlungsvorschlag nachgebessert. "Sie haben uns ein Papier gegeben, das besser hätte sein sollen, und interessanterweise bekamen wir sofort nach meiner Absage, binnen zehn Minuten, ein neues Papier, das viel besser war", sagte der US-Präsident vor Journalisten, ohne sich näher zu dem genannten Angebot zu äußern.

Pakistan vermittelt in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs und hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern Irans und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben.

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