Wirtschaft

Bahn-Chefin Palla sichert stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu

  • AFP - 26. April 2026, 10:53 Uhr
Bild vergrößern: Bahn-Chefin Palla sichert stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu
ICE fährt am Berliner Pergamonmuseum vorbei
Bild: AFP

Die Deutsche Bahn will die Ticketpreise im Fernverkehr laut ihrer Chefin Evelyn Palla trotz steigender Energiepreis für ein Jahr einfrieren. Der Fahrgastverband Pro Bahn hält das für unzureichend.

Die Deutsche Bahn will die Ticketpreise im Fernverkehr laut ihrer Chefin Evelyn Palla trotz steigender Energiepreis für ein Jahr einfrieren. "Vom 1. Mai an halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil", sagte Palla der "Bild am Sonntag". Damit sorge ihr Konzern für "Sicherheit und Stabilität" für "alle, die mobil bleiben wollen und müssen". Der Fahrgastverband Pro Bahn hält das für unzureichend.

Dem Bericht zufolge ist es bereits das zweite Mal unter Pallas Führung, dass die Ticketpreise unverändert bleiben. Bereits im vergangenen Oktober hatte die Bahn entschieden, auf Erhöhungen bei Flex- und Sparpreisen zu verzichten. Üblicherweise gibt der Staatskonzern Preisanpassungen erst im Herbst bekannt. 

Die Konzernchefin verknüpfte die Preisgarantie direkt mit dem laufenden Umbau des Unternehmens. "Neustart bei der Deutschen Bahn heißt mehr Verantwortung übernehmen und neue Prioritäten setzen", sagte Palla der "BamS". "Oberste Priorität hat jetzt: Fahren, Fahren, Fahren und dafür sorgen, dass die Menschen in Deutschland sich das Reisen weiter leisten können." Die Konzernchefin will die Bahn nach eigenen Angaben dadurch zum "Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten" machen.

Aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn allerdings genügt Pallas Ankündigung, die Preise einzufrieren, nicht. "Die Bahn muss die Preise senken. Zumindest für einen bestimmten Zeitraum", sagte der Ehrenvorsitzende Detlef Neuß der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).

Wenn die Bahn fast immer zu spät komme und so viele Züge ausfallen würden, sei die Ankündigung, die Preise nicht erhöhen zu wollen, zu wenig, fuhr Neuß fort. "Eine Preiserhöhung ist in der gegenwärtigen Situation ohnehin nicht zu vermitteln." 

Außerdem würden im Fernverkehr die Tickets je nach Strecke und Auslastung schwanken. "Wir haben da keine Fixpreise", sagte der Experte. "Inwieweit sich darauf der Verzicht auf eine Preiserhöhung auswirken wird, bleibt offen."

Der Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran starteten, hat auch hierzulande die Spritpreise in die Höhe schießen lassen. Derzeit gilt zwar eine Waffenruhe, eine Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts lässt aber auf sich warten.

Weitere Meldungen

Urteil in Klimaverfahren gegen TotalEnergies erwartet

In einem seit Jahren laufenden Klimaverfahren gegen den Energiekonzern TotalEnergies steht am Donnerstag in Paris das Urteil an. Die Kläger, zu denen vier Umweltorganisationen

Mehr
Bundestag stimmt über "Recht auf Reparatur" auf

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag (ab 21.25 Uhr) über ein "Recht auf Reparatur" bei Geräten wie Smartphones, Waschmaschinen und Kühlschränken. Mit dem Gesetzentwurf zur

Mehr
Eine Woche vor Ende des Tankrabatts: Preise für Benzin und Diesel fallen nochmals

Die Preise für Benzin und Diesel an den deutschen Tankstellen sind nach ADAC-Angaben erneut gesunken. Ein Liter Super E10 koste im bundesweiten Mittel derzeit 1,817 Euro, 3,7

Mehr

Top Meldungen

Kommunen fordern Milliarden-Einsparungen im Sozialbereich

Osnabrück (dts Nachrichtenagentur) - Die Kommunen fordern und erwarten vom Bund-Länder-Gipfel an diesem Donnerstag Beschlüsse zu Milliarden-Einsparungen im sozialen Bereich.

Mehr
Bericht: Volkswagen vor Verkauf der Schiffsmotorensparte

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Volkswagen steht laut eines Medienberichts kurz vor der Entscheidung über den Verkauf seines Schiffsmotorenherstellers Everllence. Wie die

Mehr
EU will ab 2027 mehr kostenlose Emissionszertifikate vergeben

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission plant bei der Reform des Emissionshandels (ETS) eine schnellere Erleichterung für die Industrie. Dazu soll ein

Mehr