Politik

König Charles III. ruft USA zum Zusammenhalt mit westlichen Verbündeten auf

  • AFP - 28. April 2026, 22:48 Uhr
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König Charles III. vor dem US-Kongress
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Nach wochenlangen Spannungen wegen des Iran-Kriegs hat der britische König Charles III. die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten aufgerufen. Kein Land könne die großen Herausforderungen der heutigen Zeit 'alleine bewältigen', sagte Charles.

Nach wochenlangen Spannungen wegen des Iran-Kriegs hat der britische König Charles III. die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten aufgerufen. Kein Land könne die großen Herausforderungen der heutigen Zeit "alleine bewältigen", sagte Charles am Dienstag in einer Rede vor dem US-Kongress. Großbritannien und die USA könnten sich auch nicht "auf vergangenen Errungenschaften ausruhen". Auch US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die enge Freundschaft beider Länder hervorgehoben.

"Welche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten es auch zwischen uns geben mag, wir stehen zusammen in unserem Engagement für die Bewahrung der Demokratie", sagte Charles in seiner gut halbstündigen Rede vor beiden Parlamentskammern. Er wies darin immer wieder auf die "besondere Beziehung" zwischen Großbritannien und den USA hin, die sich zu einem der wichtigsten Bündnisse "in der Geschichte der Menschheit" entwickelt habe. "Ich bete mit meinem ganzen Herzen dafür, dass unser Bündnis weiterhin unsere gemeinsamen Werte verteidigen wird", sagte der König.

Auch mit Blick auf die Ukraine mahnte er die Einigkeit des Westen an: Um einen "wirklich gerechten und dauerhaften Frieden" im Ukraine-Krieg zu erreichen, sei eine "unbeugsame Entschlossenheit" erforderlich. Neue Bedrohungen erforderten zudem stärkere Verteidigungsanstrengungen.

US-Präsident Donald Trump hatte beim offiziellen Empfang des Königs am Vormittag ebenfalls die enge Freundschaft beider Länder hervorgehoben. Seit der Unabhängigkeit der USA "hatten die Amerikaner keine engeren Freunde als die Briten", sagte Trump am Weißen Haus. Auch er erwähnte die "besondere Beziehung" zu Großbritannien und fügte hinzu: "Wir hoffen, dass das immer so bleiben wird."

Die Beziehungen zwischen London und Washington sind derzeit eigentlich sehr angespannt. Trump äußerte sich wiederholt stark verärgert über die Weigerung der britischen Regierung von Premierminister Keir Starmer, die USA und Israel bei ihrem Krieg gegen den Iran zu unterstützen. Starmer hofft nun, dass der königliche Besuch in Washington die Beziehungen zwischen beiden Ländern verbessern kann - insbesondere angesichts von Trumps großer Begeisterung für das britische Königshaus.

König Charles III. und Königin Camilla waren am Montag in Washington eingetroffen. Am Dienstag wurden sie am Weißen Haus mit militärischen Ehren und 21 Kanonenschüssen offiziell empfangen. Ungeachtet seiner Differenzen mit der britischen Regierung zeigte sich der US-Präsident beim offiziellen Empfang des Königs gut gelaunt und witzelte mit Blick auf den leichten Regen in Washington: "Was für ein schöner britischer Tag das ist." Trump berichtete auch, dass seine aus Schottland stammende Mutter einst in den jungen Charles "verknallt" gewesen sei.

Nach der Zeremonie zogen sich Trump und Charles ins Oval Office zurück. Nach dem Gespräch, das anders als sonst bei Staatsbesuchen üblich hinter verschlossenen Türen stattfand, sprach Trump von einem "wirklich guten Treffen". Charles sei "eine fantastische Person".

Anschließend hielt Charles seine mit Spannung erwartete Rede vor dem US-Kongress. Es war die erste Rede eines britischen Monarchen vor dem Kongress seit einer Ansprache der verstorbenen Queen Elizabeth II. im Jahr 1991. In seiner Rede hob Charles unter anderem gemeinsame demokratische Traditionen und Werte sowie die jahrelange enge Zusammenarbeit hervor. "Unsere Verteidigungs-, Geheimdienst- und Sicherheitsbeziehungen sind untrennbar miteinander verknüpft", sagte der König.

Am Abend war zu Ehren des britischen Königspaars noch ein Staatsbankett geplant. Anlass für den Staatsbesuch der Royals ist das Jubiläum der Unabhängigkeit der USA. Am 4. Juli 1776, also vor 250 Jahren, erklärten die Vereinigten Staaten offiziell ihre Loslösung von der britischen Krone.

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