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Elon Musk wirft OpenAI "Plündern" von gemeinnütziger Stiftung vor

  • AFP - 29. April 2026, 02:09 Uhr
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Musk bei seiner Ankunft am Gericht
Bild: AFP

Im Gerichtsprozess von US-Multimilliardär Elon Musk gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI hat der reichste Mensch der Welt dem KI-Unternehmen und dessen Chef Sam Altman den Verrat ihrer altruistischen Ursprünge vorgeworfen.

Im Gerichtsprozess von US-Multimilliardär Elon Musk gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI hat der reichste Mensch der Welt dem Unternehmen für Künstliche Intelligenz (KI) und dessen Chef Sam Altman den Verrat ihrer altruistischen Ursprünge vorgeworfen. Er sorge sich, dass ein Urteil gefällt werden könne, "das es faktisch erlaubt, eine gemeinnützige Stiftung zu plündern", sagte Musk am Dienstag im Zeugenstand im kalifornischen Oakland.

Musk argumentiert in seiner Klage, als früherer Investor von dem Unternehmen über dessen angeblich gemeinnützige Ausrichtung getäuscht worden zu sein. OpenAI war als gemeinnützige Stiftung gegründet worden und hatte sich einer risikobewussten Entwicklung von KI verschrieben. Konkret verlangt Musk Schadenersatz in Höhe von bis zu 134 Milliarden Dollar (umgerechnet 114 Milliarden Euro), die Absetzung Altmans und die Rückumwandlung von Open AI in eine rein gemeinnützige Organisation.

Musk sagte vor Gericht, er habe OpenAI in dem Geist unterstützt, dass es sich um ein gemeinnütziges Projekt handle, bei dem das Wohl der Gesellschaft höchste Priorität habe und jegliche entwickelte Technologie frei zugänglich zur Verfügung gestellt werde. "Ich wollte OpenAI nicht finanzieren, um sichere KI zu entwickeln, um dann festzustellen, dass das Unternehmen in Wahrheit unsichere KI herstellt", sagte er. Musk betonte zudem, maßgeblich an der Anwerbung wichtiger Fachkräfte beteiligt gewesen zu sein, sowie die ersten Kontakte mit dem KI-Chip-Hersteller Nvidia und dem Tech-Giganten Microsoft hergestellt zu haben, um entscheidende Technologie zu sichern.

OpenAIs Anwalt William Savitt sagte in seinem Eröffnungsplädoyer, das Unternehmen habe angesichts der hohen KI-Kosten gar keine andere Wahl gehabt, als sich externen Investoren zu öffnen. Zudem habe der gemeinnützige Arm des Unternehmens "weiterhin die Kontrolle über die Organisation". Savitt sagte, Musk sei verbittert und werde aus Reue darüber, das Projekt verlassen zu haben, "alles tun, was er kann, um OpenAI anzugreifen".

OpenAI entstand 2015, Musk investierte damals 38 Millionen Dollar. 2018 stieg er aus. Ab 2019 stieg Microsoft ein. Heute wird OpenAI mit 852 Milliarden Dollar bewertet und bereitet seinen Börsengang vor. Seit dem breiten Erfolg von ChatGPT Ende 2022 greift Musk OpenAI und Altman unaufhörlich an. Am Montag nannte er Altman in einem Beitrag in den Onlinenetzwerken "Scam Altman" - "scam" bedeutet im Englischen etwa Schwindel oder Betrug. Kurz vor den Eröffnungsplädoyers forderte die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers Musk und Altman, die mit ihren Anwälten im Gerichtssaal saßen, auf, während des Prozesses ihre Beiträge in Onlinediensten auf ein Minimum zu beschränken.

Laut Gerichtsakten weist OpenAI Musks Klage als "Schikane" zurück, die nur von Musks "Ego, seinem Neid und dem Wunsch, Konkurrenten auszuschalten", getrieben werde. Musk hat mit xAI ein eigenes KI-Unternehmen, das den Chatbot Grok für Musks Onlinedienst X entwickelt hat - ChatGPT ist somit Konkurrenz für Grok. Eine Entscheidung in dem Prozess soll Ende Mai fallen. 

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