Politik

Deutschland: Konferenz in Santa Marta ist "Meilenstein" für Ausstieg aus fossilen Energien

  • AFP - 30. April 2026, 11:01 Uhr
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Konferenz in Santa Marta
Bild: AFP

Zum Abschluss der internationale Konferenz für einen Ausstieg aus den fossilen Energien in Kolumbien haben Teilnehmer der Bundesrepublik eine positive Bilanz gezogen.

Zum Abschluss der internationale Konferenz für einen Ausstieg aus den fossilen Energien in Kolumbien hat ein Vertreter der Bundesregierung eine positive Bilanz gezogen. Die Konferenz sei ein "Meilenstein", da sich erstmals "über 50 Staaten aus allen Regionen der Welt in dieser Breite und Intensität zusammengefunden (haben), um konkrete Schritte für den Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle zu beraten", erklärte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) am Donnerstag aus der kolumbianischen Küstenstadt.

Diese "neue Qualität der internationalen Zusammenarbeit" zeige, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern "kein Nischenthema mehr sei, sondern zum globalen Konsens werde", fügte Flasbarth hinzu.

In der karibischen Hafenstadt hatten sich seit Dienstag auf Einladung Kolumbiens und der Niederlande Regierungsvertreter aus mehr als 50 Staaten versammelt, um über den globalen Ausstieg aus den Fossilen zu beraten. Laut Flasbarth stehen die Teilnehmer für ein Drittel des globalen Verbrauchs und ein Fünftel der globalen Produktion fossiler Energien. 

"Von Santa Marta geht damit ein starkes Signal aus: Die Zukunft der Energieversorgung ist erneuerbar – und ein großer Teil der internationalen Gemeinschaft geht diese jetzt, gemeinsam und entschlossen an", erklärte Flasbarth weiter. 

Auch Vertreter der Zivilgesellschaft hatten in Santa Marta über den Ausstieg aus fossilen Energien unter dem Eindruck der gegenwärtigen Ölkrise diskutiert.

Das katholische Hilfswerk Misereor, WWF Deutschland und Germanwatch äußerten sich zum Abschluss der Konferenz positiv: Misereor hob hervor, in Santa Marta seien "zentrale Dimensionen eines gerechten Übergangs" in der Energiewende zusammengeführt worden. Dazu gehörten demnach Menschenrechte, soziale Folgen auch mögliche Investorenklagen sowie die historische Verantwortung reicher Staaten. 

Germanwatch teilte mit, schon die Tatsache, dass diese Konferenz überhaupt stattgefunden habe, sei angesichts des "massiven Drucks der von der fossilen Lobby dominierten Staaten rund um die USA ein großer Erfolg". WWF Deutschland bezeichnete die Konferenz als "ermutigendes Signal", die "den Grundstein für eine neue, umsetzungsorientierte Initiative gelegt" habe.

Die Konferenz-Ausrichter Kolumbien und Niederlande wollten explizit Staaten miteinander vernetzen, die beim Klimaschutz vorangehen wollen. Die Initiative zu den Beratungen ambitionierter Länder ist auch eine Reaktion auf die oftmals langwierigen und zähen Verhandlungen auf UN-Ebene, bei denen die mehr als 190 Mitgliedstaaten einen Konsens finden müssen. Öl-Länder wie Saudi-Arabien blockieren dabei immer wieder ehrgeizige Beschlüsse für den Klimaschutz. 

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