Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, rät dazu, die jüngsten Ankündigungen aus Washington bezüglich eines Teilabzugs der US-Truppen aus Deutschland und die Absage an die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen hierzulande ernst zu nehmen. Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert die FDP-Politikerin mehr Besonnenheit.
Die Ankündigungen aus Washington seien schon allein "deswegen ernst zu nehmen, weil der Truppenabzug nicht militärisch-strategischer Natur zu sein scheint, sondern offensichtlich aus der Motivation des US-Präsidenten heraus geschieht, Bundeskanzler Merz - einfach ausgedrückt - den Mittelfinger zu zeigen", sagte Strack-Zimmermann dem "Spiegel".
Die Europäer seien auf einem guten Wege, die US-Fähigkeiten zu kompensieren, benötigten aber mehr Zeit. Vor allem aber müssten endlich die nationalen Interessen innerhalb Europas reduziert werden. Auch Deutschland sei unter Merz` Führung nach wie vor ein Land, das mehr auf sich als auf ganz Europa achte, kritisierte Strack-Zimmermann.
Auf die Frage, wie die Bundesregierung auf die jüngsten Ankündigungen aus Washington reagieren sollte, sagte die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses: "Herr Merz sollte, bevor er ins Plaudern kommt, sich zukünftig überlegen, welche Folgen seine Worte haben." Selbstverständlich müssten die Deutschen selbstbewusst gegenüber Trump auftreten. Sie rate ihm vor allem aber, endlich zu liefern. Deutschland habe jetzt genug Geld und müsse seinen Verpflichtungen nachkommen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den US-Präsidenten Trump für seine Strategielosigkeit im Irankrieg kritisiert, was für schwere Verstimmung im Weißen Haus gesorgt hatte.
Brennpunkte
Strack-Zimmermann mahnt Merz zu mehr Besonnenheit
- dts - 3. Mai 2026, 17:38 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will trotz gesunkener Migrationszahlen weiterhin an Grenzkontrollen in Deutschland festhalten. Das
MehrBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das deutsch-amerikanische Verhältnis trotz des schärfer werdenden Tons aus dem Weißen Haus nicht in der Krise. Der von US-Präsident
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD haben US-Präsident Donald Trump für den angekündigten Abzug von US-Soldaten aus Deutschland scharf
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi telefoniert. Dabei habe er unterstrichen, dass
MehrDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert die Europäische Union zu einer harten
MehrBei Investitionen in Batteriespeicher in Deutschland ist nach Angaben des Bundesverbands BSW-Solar im ersten Quartal 2026 ein neuer Höchststand erreicht worden. Von Januar bis
Mehr














