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Polizei nennt weitere Details nach Amokfahrt in Leipzig

  • dts - 5. Mai 2026, 15:31 Uhr
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Auto fährt in Leipzig in Menschenmenge - Polizei am Tatort am 05.05.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Leipzig (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern hat die Polizei am Dienstag weitere Details veröffentlicht. Neben der 63-jährigen Frau und dem 77-jährigen Mann, die ums Leben kamen, wurden sechs weitere Personen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt. Darunter befinden sich zwei Schwerverletzte, ein Mann im Alter von 75 Jahren und eine Frau im Alter von 84 Jahren. Außerdem mussten mehr als 80 Personen aufgrund der Eindrücke des Erlebten betreut werden.

Der Tatverdächtige ist nach Angaben der Ermittler im Jahr 2026 bereits polizeilich wegen Bedrohung sowie "ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld" in Erscheinung getreten. Diese Vorgänge befänden sich noch in der polizeilichen Bearbeitung. In diesem Zusammenhang kam es auch am 17. April zu einem Polizeieinsatz aufgrund eines Anrufes des 33-Jährigen, in dessen Folge dieser aufgrund seines psychischen Zustandes und mit seiner Zustimmung in einem "Fachkrankenhaus" aufgenommen und dort bis zum 29. April behandelt wurde. Das Bundeszentralregister weist für den Beschuldigten keine Eintragungen auf. Sonstige Ermittlungs- und Strafverfahren seien gegen den Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft derzeit ebenfalls nicht anhängig.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig sowie der Polizeidirektion Leipzig gegen den Beschuldigten wegen des Tatvorwurfs des zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs dauern weiterhin an. Dieser war am gestrigen Tag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen worden. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts muss auf Antrag der Staatsanwaltschaft noch über die Fortdauer der Freiheitsentziehung gegen den Beschuldigten entscheiden.

Die mutmaßlichen Hintergründe der Tat sind weiter Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Nach aktuellem Stand gibt es weiterhin keine Hinweise für ein politisches oder religiöses Tatmotiv. Auch die kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort dauern noch an. Die betroffenen Bereiche bleiben weiterhin gesperrt.

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