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Hantavirus: Deutsche Kontaktperson aus Düsseldorf in heimatnahes Krankenhaus verlegt

  • AFP - 13. Mai 2026, 12:15 Uhr
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Die "Hondius"
Bild: AFP

Eine deutsche Kontaktperson des deutschen Todesopfers bei dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff 'Hondius' zeigt eine Woche nach ihrer Einlieferung ins Düsseldorfer Uniklinikum weiter keine Infektionsanzeichen. Sie wurde in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt.

Eine deutsche Kontaktperson des deutschen Todesopfers bei dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" zeigt eine Woche nach ihrer Einlieferung ins Düsseldorfer Uniklinikum weiter keine Infektionsanzeichen und ist daher in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt worden. Wie die Düsseldorfer Uniklinik am Mittwoch mitteilte, erfolgte die Verlegung am Morgen begleitet von angemessenen "Schutzmaßnahmen". In welches Krankenhaus die Frau gebracht wurde, wurde nicht mitgeteilt. 

Die Frau zeige "nach wie vor keine klinischen Zeichen einer Infektion", erklärte die Düsseldorfer Uniklinik. Auch die Ergebnisse "umfangreicher virologischer Untersuchungen" deuteten bisher nicht auf eine Infektion hin. "Der Erreger konnte in den Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen werden", hieß es weiter.

Wegen der variablen Inkubationszeit des Virus von bis zu sechs Wochen seien aber "weitere Kontrollen und klinische Beobachtung erforderlich", fügte die Klinik hinzu. Entsprechend würden auch in dem nun betreuenden Krankenhaus "adäquate Schutzmaßnahmen" ergriffen.

Die Kontaktperson war am Mittwoch vergangener Woche im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord der "Hondius" geholt und nach Deutschland geflogen worden. Außer der 65-jährigen Deutschen verließen vorsorglich auch zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden das Schiff. 

Am Sonntag und Montag folgte dann schließlich vor der spanischen Kanareninsel Teneriffa die Evakuierung aller übrigen Passagiere der "Hondius" und eines Teils der Besatzung. Zu den rund 120 Evakuierten gehörten auch vier Deutsche. Drei Betroffene aus Baden-Württemberg, Berlin und Sachsen wurden in häusliche Quarantäne gebracht, ein vierter betroffener Mensch wurde zur Beobachtung in eine Münchner Klinik eingeliefert. Alle vier waren nach Behördenangaben vom Dienstag symptomfrei.

Auf der "Hondius" war es während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, drei Passagiere starben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich. Bei insgesamt sieben weiteren inzwischen evakuierten Insassen der "Hondius" wurde das Virus laut WHO bestätigt, bei einem weiteren Fall gilt eine Infektion als "wahrscheinlich".

Eine Französin, die nach der "Hondius"-Evakuierung die schwerste Form einer Hantavirus-Infektion entwickelte, wurde am Mittwoch weiterhin auf der Intensivstation eines Pariser Krankenhauses behandelt. Außerdem sind in Frankreich mittlerweile 22 Menschen in Krankenhaus-Quarantäne, die als Kontaktpersonen einer später verstorbenen Niederländerin gelten. Acht Französinnen und Franzosen, die mit ihr in derselben Maschine von St. Helena nach Johannesburg geflogen waren, wurden nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums in Pariser Krankenhäuser gebracht.

Die 14 weiteren Kontaktpersonen hatten sich in dem Flugzeug zwischen Johannesburg und Amsterdam befunden, in das auch die erkrankte Niederländerin eingestiegen war. Wegen ihres Zustands war sie jedoch wieder von Bord gebracht worden. Die Kontaktpersonen sollen alle zwei Tage getestet werden. 

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