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Linken-Chefin Schwerdtner sieht Parteitag gelassen entgegen

  • dts - 14. Mai 2026, 08:25 Uhr
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Ines Schwerdtner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Potsdam (dts Nachrichtenagentur) - Linken-Chefin Ines Schwerdtner sieht dem anstehenden Parteitag gelassen entgegen. Sie nehme den offenen Machtkampf um den Parteivorsitz an, sagte sie ntv.

Beim Parteitreffen der Partei wird eine personelle Neuaufstellung im Fokus stehen. Nachdem Schwerdtners Co-Parteichef Jan van Aken angekündigt hat, im Juni nicht erneut zu kandidieren, wirft Fraktionsvize Luigi Pantisano seinen Hut in den Ring. "Ich habe im vergangenen Jahr im Bundestag sehr vertrauensvoll und sehr gut mit Luigi Pantisano zusammengearbeitet", sagte Schwerdtner der Nachrichtenseite von ntv. Sie habe sich über dessen Bereitschaft zur Nachfolge "aufrichtig gefreut". Gleichzeitig zeichnet sich ein interner Machtkampf ab. Die Berliner Fraktionskollegin Katalin Gennburg hatte öffentlich gefordert, auch den Posten von Schwerdtner neu zu besetzen. Schwerdtner reagierte unaufgeregt: "Die kann es geben. Das wäre nicht schlimm, Konkurrenz belebt das Geschäft."

Neben dem Personal könnte in Potsdam auch die klassische Richtungsdebatte der Partei neu entflammen. Die fundamentale Frage, ob die Linke als reine Opposition agieren oder Regierungsbündnisse anstreben soll, spaltet die Basis weiterhin. Während früher vor allem Sahra Wagenknecht diese Debatte dominierte, treiben nun junge Neumitglieder den Konflikt voran. Schwerdtner gab aus ihrer Sicht die Marschrichtung vor: "Unsere Losung lautet: Alle wollen regieren, wir wollen verändern." Dies könne je nach Bundesland Regierungsbeteiligung oder Opposition bedeuten - in Berlin strebe man gar das Amt der Regierenden Bürgermeisterin an. Diese ewige Debatte wolle sie mit einem großen Verantwortungsgefühl und solidarisch besprechen, da die politische Lage im Land ernst sei.

Inhaltlich will Schwerdtner die Partei auf soziale Kernfragen einschwören. Sie stehe weiter für eine Fokussierung auf die sozialen Fragen, stellte sie klar und verwies auf Erfolge der parteieigenen Mietenkampagne. Angesichts der bundesweiten Unzufriedenheit und der schlechten Umfragewerte der Bundesregierung sieht sie die Linke in der Pflicht, als linkes Ventil zu agieren. Es sei die Aufgabe der Partei, den Protest gegen die Politik der Bundesregierung zu organisieren und bessere Lösungen anzubieten. Man müsse den Menschen ein sinnvolles Angebot machen, damit unzufriedene Wähler nicht zu den Rechten abwanderten.

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