Politik

Handwerkspräsident kritisiert mangelnden Reformwillen der Bundesregierung

  • AFP - 15. Mai 2026, 01:03 Uhr
Bild vergrößern: Handwerkspräsident kritisiert mangelnden Reformwillen der Bundesregierung
Bundeskanzler Merz (r.) bei Kabinettssitzung
Bild: AFP

Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat unzureichende Reformbemühungen der Bundesregierung beklagt. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sagte, er erwarte von der Regierung auch 'mehr Qualität und Professionalität' in ihrer Arbeit.

Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat unzureichende Reformbemühungen der Bundesregierung beklagt. "Ich erwarte ein schlüssiges Gesamtkonzept. Davon ist in diesem Frühling der Reformen leider ebenso wenig zu sehen wie im vergangenen Herbst", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagausgaben). Er erwarte von der Bundesregierung darüber hinaus auch "mehr Qualität und Professionalität" in ihrer Arbeit.

"Diese Regierung besteht aus vielen erfahrenen Politikerinnen und Politikern", sagte der ZDH-Präsident. "Deshalb ist es eine berechtigte Erwartung, dass dort besser gearbeitet wird." Wenn in seiner Zunft handwerkliche Fehler passierten, werde dies "Pfusch" genannt.

Inhaltlich kritisierte Dittrich, dass "viel zu viel über Umverteilung" geredet werde. "Doch Umverteilung schafft kein Wirtschaftswachstum. Weder springt der Export an, noch wird mehr investiert, wenn beispielsweise der Spitzensteuersatz erhöht wird." 

Der ZDH-Präsident rief dazu auf, "das übertriebene Misstrauen gegenüber Unternehmertum und Eigenverantwortung in Deutschland‘ zu überwinden. "Überbordende Dokumentationspflichten und zu hohe Steuern und Abgaben nehmen vielen den Antrieb, sich selbstständig zu machen und wirtschaftlich erfolgreich zu sein." 

Zudem forderte der Handwerkspräsident, jede Veränderung im Steuersystem müsse Anreize für Investitionen setzen. Darüber hinaus müsse die Sozialversicherungslast für Betriebe und Beschäftigte verringert werden, "so wie es mit der Agenda 2010 unter Kanzler Schröder gelungen ist".

Weitere Meldungen

Behörden: Zahl der Toten nach russischen Angriffen auf Kiew steigt auf 21

Die Zahl der Toten nach den jüngsten massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben auf 21 gestiegen. Unter den Toten seien drei

Mehr
Behörden: Zahl der Toten nach russischen Angriffen auf Kiew steigt auf 21

Die Zahl der Toten nach den jüngsten massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben auf 21 gestiegen. Unter den Toten seien drei

Mehr
16 Tote bei massiven russischen Angriffen auf Kiew - auch andere Städte getroffen

Mit hunderten Drohnen und dutzenden Raketen hat Russland in der Nacht zum Donnerstag stundenlang die ukrainische Hauptstadt Kiew angegriffen; dabei wurden nach offiziellen Angaben

Mehr

Top Meldungen

Bayerns SPD-Chef fordert Einbeziehung der Länder bei Reformen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bayerns SPD-Chef Sebastian Roloff hat die schwarz-rote Regierung zu Kompromissen mit Kritikern aus den Bundesländern bei den anstehenden Sozial-

Mehr
Trump: Xi hat Hilfe bei Öffnung der Straße von Hormus angeboten

Peking (dts Nachrichtenagentur) - Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus angeboten. "Präsident

Mehr
Union stellt vorgezogene Tabaksteuererhöhung infrage

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Aus für die geplante 1.000-Euro-Prämie zur Entlastung von Arbeitnehmern stellt die Union auch die dafür vorgesehene Gegenfinanzierung

Mehr