Brennpunkte

Drogenbeauftragter Streeck fordert hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel

  • AFP - 15. Mai 2026, 10:40 Uhr
Bild vergrößern: Drogenbeauftragter Streeck fordert hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel
Glücksspielautomat
Bild: AFP

Der Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat ein härteres Vorgehen gegen illegales Glücksspiel gefordert. Wer mit Sucht und Illegalität Geld verdient, dürfe 'sich nicht sicher fühlen', sagte Streeck.

Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat vor massiven Gefahren durch illegales Glücksspiel gewarnt und ein härteres Vorgehen von Bund und Ländern gefordert. "Wir haben es mit einer höchst gefährlichen Lage zu tun, die unser Gemeinwesen zu untergraben droht", sagte Streeck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag. Der Staat müsse hier konsequenter handeln: "Wer mit Sucht und Illegalität Geld verdient, darf sich in Deutschland nicht sicher fühlen."

Es gehe nicht um "ein paar harmlose Automaten im Hinterzimmer", sagte Streeck. "Wir reden über organisierte Kriminalität, über Geldwäsche und über erhebliche Gewinne auf Kosten suchtkranker Menschen."

Es gebe in Deutschland ein "massives Vollzugsproblem", krisierte der Drogenbeauftragte. "Wenn illegales Glücksspiel millionenschwere Gewinne ermöglicht, dann braucht es mehr Kontrollen, bessere Zusammenarbeit zwischen Ländern und Bund und eine konsequentere strafrechtliche Verfolgung." Die Behörden müssten in die Lage versetzt werden, organisierte Strukturen besser zu erkennen, Beweise besser zu sichern und illegale Angebote schneller aus dem Verkehr zu ziehen. Das gelte für Hinterzimmer-Automaten genauso wie für illegale Onlineangebote. 

Eine strafrechtliche Lücke besteht Streeck zufolge etwa bei illegalen Spielautomaten, bei denen der Gewinn nicht automatisch aus dem Gerät komme, sondern verdeckt durch Personal ausgezahlt werde. Damit sei der Nachweis schwer, dass es sich tatsächlich um Glücksspiel handele. "Deshalb sollten wir prüfen, ob schon das Aufstellen solcher manipulierten oder nicht zugelassenen Geräte konsequenter strafbar erfasst werden muss."

Der Staat dürfe sich hier "nicht länger austricksen lassen", sagte Streeck. "Wer illegales Glücksspiel organisiert, nutzt Sucht aus, wäscht Geld und untergräbt den Rechtsstaat. Darauf muss der Staat mit Klarheit und Härte antworten", mahnte der CDU-Politiker.

Weitere Meldungen

Queer-Beauftragte fordert mehr rechtlichen Schutz

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am Sonntag fordert die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie

Mehr
Dramatische Rettungsaktion nach Handyortung: Polizist rettet Autofahrer aus Neckar

Bei einem dramatischen Einsatz hat ein Polizist einen in den Neckar gestürzten Autofahrer gerettet. Der Beamte habe den 50-Jährigen nur wenige Minuten nach einer Notrufmeldung

Mehr
Minister Backhaus: Noch keine gesicherten Informationen zu totem Wal in Dänemark

Nach Meldungen über einen toten Wal vor der dänischen Insel Anholt ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) unklar, ob es sich um den in einer

Mehr

Top Meldungen

Produktion in energieintensiver Industrie deutlich zurückgegangen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Höhere Energiepreise treffen die energieintensive Industrie stärker als andere Wirtschaftsbereiche. Das wirkt sich auch auf die Produktion

Mehr
Bahnbranche fordert Reform der Trassenpreise von Schnieder

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vertreter der Bahnbranche fordern von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) eine schnelle Reform der Trassenpreise. Diese zahlen

Mehr
Rhein fordert "Reform-Restart" von Merz-Regierung

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) fordert von der Bundesregierung eine inhaltliche und kommunikative Neuaufstellung. Viele Menschen

Mehr