Brennpunkte

Meldedaten manipuliert: Männer in Berlin zu hohen Geldstrafen verurteilt

  • AFP - 3. Juni 2026, 14:56 Uhr
Bild vergrößern: Meldedaten manipuliert: Männer in Berlin zu hohen Geldstrafen verurteilt
Hand mit Waage
Bild: AFP

Wegen der Manipulation von Meldedaten beziehungsweise der Anstiftung dazu sind zwei Männer in Berlin zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Sie wurden unter anderem der Datenveränderung, der Bestechung und der Bestechlichkeit schuldig gesprochen.

Wegen der Manipulation von Meldedaten beziehungsweise der Anstiftung dazu sind zwei Männer in Berlin zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Einen 59 Jahre alten angeklagten Bürgerberater in einem Berliner Bezirksamt sprach das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch der Datenveränderung und der Bestechlichkeit schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Einen 52-Jährigen sprach es der Anstiftung zur Datenveränderung und der Bestechung schuldig. Beide wurden zu Geldstrafen von 27.000 beziehungsweise 34.000 Euro verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht die Einziehung von 90.500 Euro an.

Laut Anklage hatte der 52-Jährige von 2018 bis 2022 eine Firma betrieben, die Ausländer gegen Entgelt zum Beispiel bei Behördengängen betreute. In der Zeit soll er den Bürgerberater im Bezirksamt angestiftet haben, Menschen im Melderegister einzutragen, so dass der Anschein entstand, sie hätten eine Meldeadresse in Berlin. Dafür soll der Firmenbetreiber von seinen Kunden mindestens 500 Euro verlangt haben. Die Staatsanwaltschaft ging in ihrer Anklage von 181 Fällen aus. Das Gericht sah der Sprecherin zufolge 129 Fälle als erwiesen an.

Weitere Meldungen

Gericht: Hitler-Video in Whatsapp-Status nicht zwangsweise strafbar

Das Einstellen eines verfassungsfeindlichen Kennzeichens in einem Whatsapp-Status kann einem Gerichtsurteil zufolge straflos sein, wenn nur wenige enge Bekannte dies sehen

Mehr
Irans Mannschaft erhält mexikanische Visa für Fußball-WM - aber noch keine für die USA

Weniger als zwei Wochen vor ihrem ersten geplanten Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die iranische Mannschaft ihre Visa für Mexiko erhalten. Die Visa seien "innerhalb

Mehr
Rheinschleuse gerammt: Eigner und Steuerfrau müssen 1,7 Millionen Euro zahlen

Zweieinhalb Jahre nach dem Rammen einer Rheinschleuse durch ein Binnenschiff müssen der Eigner und die Steuerfrau 1,7 Millionen Euro an die Bundesrepublik zahlen. Das entschied

Mehr

Top Meldungen

AfD-Politiker verteidigen Reise nach Russland

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Mehrere AfD-Abgeordnete verteidigen ihre Teilnahme am St. Petersburger Wirtschaftsforum. Sachsens AfD-Chef Jörg Urban sagte dem Magazin

Mehr
Uniper-Betriebsrat droht mit Widerstand gegen Verkauf

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Der Betriebsrat von Uniper kündigt Widerstand gegen einen Verkauf des Gaskonzerns an einen strategischen Investor an. Martin Geilhorn,

Mehr
Volksbank warnt vor Vergesellschaftung von Wohnungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Carsten Jung, der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, warnt vor der Debatte um die Vergesellschaftung privater Wohnungskonzerne im

Mehr