Politik

Nachwahlbefragungen: Fujimori bei Stichwahl um Präsidentenamt in Peru knapp vorn

  • AFP - 8. Juni 2026, 00:56 Uhr
Bild vergrößern: Nachwahlbefragungen: Fujimori bei Stichwahl um Präsidentenamt in Peru knapp vorn
Keiko Fujimori bei ihrer Stimmabgabe in Lima
Bild: AFP

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru liegt die konservative Politikerin Keiko Fujimori Nachwahlbefragungen zufolge knapp in Führung. Laut den Instituten Ipsos und Daum führte Fujimori nach dem Schließen der Wahllokale mit etwa einem Prozentpunkt Vorsprung vor ihrem linksgerichteten Rivalen Sánchez.

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru liegt die konservative Politikerin Keiko Fujimori Nachwahlbefragungen zufolge knapp in Führung. Laut den Instituten Ipsos und Daum führte Fujimori nach dem Schließen der Wahllokale am Sonntag mit etwa einem Prozentpunkt Vorsprung vor ihrem linksgerichteten Rivalen Roberto Sánchez. Fujimori kam laut Ipsos auf 50,7 Prozent der Stimmen, Sánchez auf 49,3 Prozent. Laut dem Institut Datum lag Fujimori bei 50,5 Prozent gegenüber 49,5 der Stimmen für Sánchez.

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl waren Fujimori und Sánchez jeweils auf weniger als 30 Prozent der Stimmen gekommen. Auch vor der Stichwahl galt ein Fünftel der rund 27 Millionen Wahlpflichtigen Meinungsforschern zufolge noch als unentschlossen.

Fujimori kandidierte zum vierten Mal in Folge. Für den Fall eines Wahlsiegs kündigte sie ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und illegale Migration an. Sie ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 regierte und dessen Vermächtnis die politische Identität seiner Tochter prägt.

Der linksgerichtete Abgeordnete Sánchez trat zum ersten Mal an. Er tritt für die Rechte der armen Landbevölkerung ein und fordert eine Reform von Polizei und Justiz. Unterstützt wird er von Anhängern des linken Ex-Präsidenten Pedro Castillo, der nach einem versuchten Staatsstreich im Gefängnis sitzt. Sánchez kündigte für den Fall eines Wahlsieges an, Gesetze abschaffen zu wollen, die seiner Meinung nach das organisierte Verbrechen begünstigen. 

Der Wahlkampf war geprägt von Gewalt und Wut auf die politisch Verantwortlichen, die viele Wähler für die seit Jahren herrschende Instabilität im Land verantwortlich machen. Sánchez wirft Fujimori vor, zur politischen Krise beigetragen zu haben. Ihre Partei habe den Sturz mehrerer Präsidenten mitzuverantworten. 

Weitere Meldungen

Parlamentswahl in Armenien: Rückenwind für Paschinjans pro-westlichen Regierungskurs

Rückenwind für den pro-westlichen Kurs von Nikol Paschinjan: Bei der richtungsweisenden Parlamentswahl in Armenien liegt die Partei des Regierungschefs Teilergebnissen zufolge

Mehr
Parlamentswahl im Kosovo: Partei von Regierungschef Kurti liegt deutlich vorn

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Kosovo hat die Partei von Ministerpräsident Albin Kurti erneut mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. Kurtis linksnationalistische

Mehr
Britischer Premier Starmer empfängt Merz und Macron zu Ukraine-Gesprächen

Der britische Premierminister Keir Starmer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron am Sonntagabend in London zu Gesprächen über das

Mehr

Top Meldungen

Wegner begrüßt Steinmeiers Olympia-Unterstützung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat die Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für eine

Mehr
Miersch: Abgeordnete sollen in gesetzliche Rente einzahlen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert, dass auch Bundestagsabgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen. Das sagte er

Mehr
Iran-Krieg: Gewinnprognose der Flugbranche global fast halbiert

Montreal (dts Nachrichtenagentur) - Die weltweite Luftfahrtbranche steuert auf einen deutlichen Gewinnrückgang im Jahr 2026 zu. Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA)

Mehr