Der Markt für pflanzliche Alternativen für tierische Produkte in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Der Gesamtumsatz stieg um 3,1 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro, wie das Good Food Institute Europe (GFI) am Dienstag mitteilte. Die Verkaufsmenge legte demnach um 6,2 Prozent zu, speziell die Menge verkaufter pflanzlicher Fleischalternativen sank allerdings.
Bei pflanzlichen Milchalternativen stieg der Umsatz den Angaben nach im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent auf 632 Millionen Euro, die Verkaufsmenge stieg um 7,7 Prozent. Der Umsatz mit Fleischalternativen stagnierte hingegen bei 751 Milliarden Euro, während die Verkaufsmenge um 1,7 Prozent zurückging.
"Die rückläufige Absatzentwicklung ist vor allem auf die Eigenmarken der Supermärkte und Discounter zurückzuführen", erklärte das GFI. Die Verkaufsmenge der Eigenmarken ging demnach deutlich zurück, während teurere Markenprodukte leicht zulegten. "Dies deutet darauf hin, dass insbesondere die Fleischalternativen der Eigenmarken die Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich des Geschmacks und der Textur noch nicht hinreichend erfüllen", vermuten die Experten.
Bei Milchersatzprodukten sind hingegen die Eigenmarken der Supermärkte und Discounter der größte Wachstumstreiber: "Sie machten 60 Prozent der Kategorie aus", erklärte das GFI. Wichtiger Faktor für den Erfolg von Milchprodukten auf pflanzlicher Basis sei zudem eine Angleichung der Preise. Pflanzliche Milch war 2025 im Durchschnitt noch zehn Prozent teurer war als tierische Milch. "Der verbleibende Aufpreis lässt sich ausschließlich auf die anhaltende steuerliche Benachteiligung zurückführen: Denn auf pflanzliche Milch entfällt 19 Prozent Mehrwertsteuer, auf tierische Milch sieben Prozent."
Wirtschaft
Vegetarische Lebensmittel: Markt für Alternativprodukte 2025 weiter gewachsen
- AFP - 9. Juni 2026, 00:32 Uhr
Der Markt für pflanzliche Alternativen für tierische Produkte in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Der Gesamtumsatz stieg um 3,1 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro, wie das Good Food Institute Europe (GFI) am Dienstag mitteilte.
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