Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sieht durch die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Jobs gefährdet. Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke fordert eine Entlastung bei den Lohnkosten.
Sie kritisiert, dass Arbeitgeber bei Minijobbern einen höheren Beitrag zur Krankenversicherung plus Zusatzbeitrag zahlen sollen. "Kommt noch die Einführung des Pflegesatzes hinzu, wird die Sozialversicherungsbelastung bei Minijobs im Bereich Gesundheit und Pflege von 13 auf künftig 21 Prozent steigen", sagte Schimke dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Das werde Auswirkungen auf die Beschäftigungsfähigkeit im Gastgewerbe haben, warnte sie.
Schimke pochte zugleich auf Entlastungen von Bürokratie, Steuern und Abgaben. "Nötig sind mutige Reformen", sagte die Dehoga-Chefin. Die Politik müsse alles daransetzen, gemeinsam voranzukommen, betonte sie und beklagte den Zustand der Sozialpartnerschaft. "Ich beobachte auch mit Sorge, dass das Miteinander mit den Gewerkschaften immer schwieriger wird", sagte Schimke.
Deren Sorge, dass das neue Arbeitszeitgesetz zu ungewollten 13-Stunden-Tagen führe, hält sie für unbegründet. "Jeder Arbeitgeber, der seine Beschäftigten nicht fair behandelt, ist sie morgen wieder los", sagte sie.
Wirtschaft
Dehoga warnt vor Jobverlust durch Warken-Pläne
- dts - 13. Juni 2026, 12:47 Uhr
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